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und niedlich. Sein Vortrag ist allerliebst, beurkundeteine erstaunliche Fingerfertigkeit, zeugt aber wedervon Kraft noch von Geist. Zierliche Schwäche, ele-gante Ohnmacht, interessante Blässe.
Zu den diesjährigen Konccrten, die im An-denken der Kunstliebhaber forttönen, gehören dieMatineen, welche von den Herausgebern der beidenmusikalischen Zeitungen ihren Abonnenten gebotenwurden. Die „France musicale," redigiert von denBrüdern Escudicr, szwei liebenswürdigen, gescheitenund kunstsinnigen jungen Leuten,j glänzte in ihremKonccrt durch die Mitwirkung der italiänischcn Sän-ger und des Violinspiclcrs Vicuxtcmps, der alseiner der Löwen der musikalischen Saison betrachtetwurde. Ob sich unter dem zottigen Fell dieses Lö-wen ein wirklicher König der Bestien oder nur einarmes Grauchen verbirgt, vermag ich nicht zu ent-scheiden"). Ehrlich gesagt, ich kann den übertriebe-nen Lobsprttchen, die ihm gezollt wurden, keinenGlauben schenken. Es will mich bedünken, als ober ans der Leiter der Kunst noch nicht eine sonder-liche Höhe erklommen. Vicuxtemps steht etwa aufder Mitte jener Leiter, auf deren Spitze wir einst
*) Der Schluss des Absatzes fehlt in der französischenAusgabe.
Der Herausgeber.