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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
304
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ein Kalkül ohne Liebe, oder vielmehr, er liebt nursich; er ist ein Egoist, und damit ich noch Schlim-meres sage, er ist ein Hngoist. Wir sehen hiermehr Härte als Krast, eine freche eiserne Stirn,und bei allem Rcichthum der Phantasie und desWitzes dennoch die Unbcholfenhcit eines Parvenüsoder eines Wilden, der sich durch Überladung undunpassende Anwendung von Gold und Edelsteinenlächerlich macht kurz, barocke Barbarei, gellendeDissonanz und die schauderhafteste Difformität! Essagte Jemand von dem Genius des Victor Hugo:(ü'sst uu lxzuu dossu. Das Wort ist tiefsinniger,als Diejenigen ahnen, welche Hugo's Bortrcfflichkcitrühmen.

Ich will hier nicht bloß darauf hindeuten, dassin seinen Romanen und Dramen die Hauptheldcnmit einem Höcker belastet sind, sondern dass er selbstim Geiste höckcricht ist. Nach unsrcr modernenJdcntitätslehrc ist es ein Naturgesetz, dass der in-neren, der geistigen Signatur eines Menschen auchseine äußere, die körperliche Signatur entsprichtDiese Idee trug ich noch im Kopfe, als ich nachFrankreich kam, und ich gestand einst meinem Buch-händler Eugene Rcnducl, welcher auch der VerlegerHugo's war, dass ich nach der Vorstellung, die ichmir von Letzterem gemacht hatte, nicht wenig vcr-