gut ihren unabweisbaren Vorwand, wie die besteSängerin. Der ehemalige Direktor der großen Operverwünschte sich oft zu allen Teufeln, wenn „DieSylphide" gegeben werden sollte, und die Taglioniihm meldete, sie könne heute keine Flügel und keineTrikothosen anziehen und nicht auftreten, denn siehabe den tanzenden Schnupfen . . . Der großeVeron, in seiner tiefsinnigen Weise, entdeckte, dassder tanzende Schnupfen sich von dem singendenSchnupfen der Sängerinnen snicht bloß durch dieFarbe, sondern auchs durch eine gewisse Regelmäßig-keit unterscheide, und seine jedesmalige Erscheinunglange voraus berechnet werden könne; denn derliebe Gott, ordnungsliebend wie er ist, gab denTänzerinnen eine Unpässlichkeit, die im Zusammen-hang mit den Gesetzen der Astronomie, der Physik,der Hydraulik, kurz des ganzen Universums stehtund folglich kalknlabcl ist; der Schnupfen der Sän-gerinnen hingegen ist eine Privatcrfindnng, eine Er-findung der Wcibcrlaune, und folglich inkalkulabel.In diesem Umstand der Vcrechenbarkcit der perio-dischen Wiederkehr des tanzenden Schnupfens suchteder große Veron eine Abhilfe gegen die Vcxationender Tänzerinnen, und jedesmal, wenn eine derselbenden ihrigen, snämlich den tanzenden Schnupfensbekam, ward das Datum dieses Ereignisses in ein
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