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dic für die Oper schreiben wollen, vorher die Hu-genotten studieren. In der Instrumentation hat esMcycrbccr am weitesten gebracht. Unerhört ist dieBehandlung der Chöre, die sich hier wie Indivi-duen aussprechen und aller opcrnhaftcn Herkömm-lichkeit entäußert haben. Seit dem Don Juan gicbtes gewiss keine größere Erscheinung im Reiche derTonkunst, als jener vierte Akt der Hugenotten, woauf dic grauenhaft erschütternde Scene der Schwcr-terweihe, der eingesegneten Mordlust, noch ein Duogesetzt ist, das jenen ersten Effekt noch überbietet;ein kolossales Wagnis, das man dem ängstlichenGenie kaum zutrauen sollte, dessen Gelingen abereben so sehr unser Entzücken wie unsere Verwun-derung erregt. Was mich betrifft, so glaube ich,dass Mcycrbccr diese Aufgabe nicht durch Kunst-mittel gelöst hat, sondern durch Naturmittcl, indemjenes famose Duo eine Reihe von Gefühlen aus-spricht, dic vielleicht nie, oder wenigstens nie mitsolcher Wahrheit, in einer Oper hervorgetreten, undfür welche dennoch in den Gemüthcrn der Gegen-wart dic wildesten Sympathien auflodern. Was michbetrifft, so gestehe ich, dass nie bei einer Musik meinHerz so stürmisch pochte, wie bei dem vierten Akteder Hugenotten, dass ich aber diesem Akte und sei-nen Aufregungen gern aus dem Wege gehe und mit