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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Dieses ist vielleicht der letzte Grund jenesunerhörten, kolossalen Beifalls, dessen sich die zweigroßen Opern von Meycrbccr in der ganzen Welterfreuen. 'Er ist der Mann seiner Zeit, und dieZeit, die immer ihre Leute zu wählen weiß, hat ihntumultuarisch aufs Schild gehoben, und proklamiertseine Herrschaft und hält mit ihm ihren fröhlichenEinzug. Es ist eben keine behagliche Position, sol-cherweise im Triumph getragen zu werden: durch Un-geschick oder Ungeschicklichkeit eines einzigen Schild-Halters kann man in ein bedenkliches Wackeln gc-rathen, wo nicht gar stark beschädigt werden; dieBlumenkränze, die Einem an den Kopf fliegen, kön-nen zuweilen mehr verletzen als erquicken, wo nichtgar besudeln, wenn sie aus schmutzigen Händenkommen, und die Überlast der Lorbcrcn kann Einemgewiss viel Angstschweiß auspressen . . . Rossini,wenn er solchem Zuge begegnet, lächelt überausironisch mit seinen seinen italiänischen Lippen, under klagt dann über seinen schlechten Magen, der sichtäglich verschlimmere, so dass er gar Nichts mehressen könne.

Das ist hart, denn Rossini war immer einerder größten Gourmands. Meycrbccr ist just dasGegenthcil; wie in seiner äußeren Erscheinung, soist er auch in seinen Genüssen die Bescheidenheit

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