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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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habe sogar den altcn Fritz, ?rkcksrie Ig 00-amä, inVaudcvillcn singen hören, und zwar sang er soschlechte Verse, dass man schier glauben konnte, erhabe sie selbst gedichtet.

In der That, die Verse dieser Vandeville sindspottschlecht, aber nicht die Musik, namentlich inden Stücken, wo alte Stelzfüße die Fcldherrngrößeund das kummervolle Ende des Kaisers besingen.Die graciöse Leichtfertigkeit des Vaudcvilles gehtdann über in einen elegisch-sentimentalen Ton, derselbst einen Deutschen rühren könnte. Den schlech-ten Texten solcher (lomxllaintss sind nämlich als-dann jene bekannten Melodien untergelegt, womitdas Volk seine Napolconsliedcr absingt. Diese letz-teren ertönen hier an allen Orten, man sollte glau-ben, sie schwebten in der Luft oder die Vögel sängensie in den Baumzweigen. Mir liegen beständig dieseelegisch-sentimentalen Melodien im Sinn, wie ich sievon jungen Mädchen, kleinen Kindern, verkrüppeltenSoldaten, mit allerlei Begleitungen und allerleiVariationen singen hörte. Am rührendsten sangsie der blinde Invalide auf der Citadclle vonDieppc. Meine Wohnung lag dicht am Fuße jenerCitadclle, wo sie ins Meer hinausragt, und dortauf dem dunklen Gemäuer saß er ganze Nächte,der Alte, und sang die Thaten des Kaisers Napo-