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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
169
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den mitthcilt, während die Uneingeweihten untenim lauten Marktgetümmel leben und Nichts davonmerken, dass ihre wichtigsten Interessen, Krieg undFrieden, unsichtbar über sie hin in den Lüften ver-handelt werden. Sieht Einer von uns in die Höhe,und ist er ein Zcichcnknndigcr, der die Zeichen ansden Thürmcn versteht, und warnt er die Leute vornahendem Unheil, so nennen sie ihn einen Träumerund lachen ihn aus. Manchmal widerfährt ihmnoch Schlimmeres, und die Gemahnten grollen ihmob der bösen Kunde und steinigen ihn. Manchmalauch wird der Prophet auf die Festung gesetzt, bisdie Prophezeiung eintreffe, und da kann er langesitzen. Denn der liebe Gott thut zwar immer, waser als das Beste erfunden und beschlossen, aber erübereilt sich nicht.

O, Herr! ich weiß, du bist die Weisheit unddie Gerechtigkeit selbst, und was du thust, wirdimmer gerecht und weise sein. Aber ich bitte dich,was du thun willst, thu es ein bisschen geschwind.Du bist ewig und hast Zeit genug und kannst warten.Ich aber bin sterblich, und ich sterbe.s

")Jch bin diesen Morgen, liebster Freund, ineiner wunderlich weichen Stimmung. Der Frühling

") Hier beginnt dieser Brief in der französischen Aus-gabe. Der Herausgeber.