entfaltend, mit den Blnmcn des Ehebruchs tändelt.Und ich lache auch nicht mehr über MadcmoisellcDejazet, die, wie Sic wissen, die Rolle einer Gri-scttc so vortrefflich, mit einer klassischen sFrcchhcit,mit einer göttlichcns Liederlichkeit, zu spielen weiß.Wie viel' Niederlagen in der Tugend gehörten dazu,che dieses Weib zu solchen Triumphen in der Kunstgelangen konnte! Sic ist vielleicht die beste Schau-spielerin Frankreichs. Wie meisterhaft spielt sie sFrc-tillon odcrsi eine arme Modistin, die durch die Libe-ralität eines reichen Liebhabers sich Plötzlich mitallem Luxus einer großen Dame umgeben sieht,oder eine kleine Wäscherin, die zum ersten Maledie Zärtlichkeiten eines Karabins (auf Deutsch: 8w-ciicmns Nscliainne) anhört und sich von ihm nachdem Lal vlrarnpetrs der Eirnncis Llrnninisrs ge-leiten lüsst . . . Ach! DaS ist Alles sehr hübschund spaßhaft, und die Leute lachen dabei; aber ich,wenn ich heimlich bedenke, wo dergleichen Lustspielin der Wirklichkeit endet, nämlich in den Gossender Prostitution, in den Hospitälern von SaintLazare, ans den Tischen der Anatomie, wo derKarabin nicht selten seine ehemalige Licbesgcfährtinbclehrsam zerschneiden sieht . . . dann erstickt mirdas Lachen in der Kehle, und fürchtete ich nicht,vor dem gebildetsten Publikum der Welt als Narr
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