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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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sinnige Wort, dem Mangel an politischer Freiheitzuschreibt. Das, was man Politische Freiheit zu nen-nen Pflegt, ist für das Gedeihen des Lustspiels durch-aus nicht nöthig. Man denke nur an Venedig, wo,trotz der Bleikammcrn und geheimen Ersänfungs-anstalten, dennoch Goldoni und Gozzi ihre Meister-werke schufen, an Spanien, wo, trotz dein absolutenBeil und dem orthodoxen Feuer, die köstlichen Man-tel- und Dcgenstückc gedichtet wurden, man denke anMöllere, welcher unter Ludwig XIV. schrieb; sogarChina besitzt vortreffliche Lustspiele . . . Nein, nichtder politische Zustand bedingt die Entwicklung desLustspiels bei einem Volke, mid ich würde Diesesausführlich beweisen, gcricthc ich nicht dadurch inein Gebiet, von welchem ich mich gern entfernt halte.Ja, liebster Freund, ich hege eine wahre Scheu vorder Politik, und jedem politischen Gedanken geheich auf zehn Schritte aus dem Wege, wie einemtollen Hunde. Wenn mir in meinem Jdeengangeunversehens ein politischer Gedanke begegnet, beteich schnell den Spruch . . .

Kennen Sie, liebster Freund, den Spruch, denman schnell vor sich hinspricht, wenn man einemtollen Hunde begegnet? Ich erinnere mich desselbennoch aus meinen Knabcnjahren, und ich lernte ihndamals von dem alten Kaplan Asthövcr. Wenn wir

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