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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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bare Reaktion, die alsdann in den Nachbarländernmit der gewöhnlichen Ungeschicklichkeit nachgeäfft wird,nnd dann ebenfalls manche Umgestaltung des Beste-henden hervorbringen kann. Ans jeden Fall wirddie Ruhe Europa'S gefährdet durch Alles, was diehiesige Regierung gegen die Interessen der Revo-lution Außerordentliches unternimmt, durch jedeFeindseligkeit, die sie gegen die Parteien der Revo-lution ausübt. Da nun der Wille der hiesigen Re-gierung ganz ausschließlich der Wille des Königsist, so ist die Brust Ludwig PhiliPp'S die eigentlichePandvrabüchse, die alle Übel enthält, die sich anseinmal über diese Erde ergießen können. Leider istes nicht möglich, ans seinem Gesichte die Gedankenseines HcrzcnS zu lesen; denn in der BcrstcllnugS-knnst scheint die jüngere Linie eben so sehr Meisterzu sein, wie die altere. Kein Schauspieler ans dieserErde hat sein Gesicht so sehr in seiner Gewalt,keiner weiß so meisterhaft seine Rolle durchzuspielen,wie unser Bttrgerkönig. Er ist vielleicht einer dergeschicktesten, geistvollsten und muthigstcn MenschenFrankreichs; und doch hat er, als es galt, die Kronezu gewinnen, sich ein ganz harmloses, spießbürger-liches, zaghaftes Ansehen zu geben gcwusst, und dieLeute, die ihn ohne viel' Umstände auf den Thronsetzten, glauben gewiss, ihn mit noch weit weniger