Porträt dcö Herrn Bcrtin I'aine, eines alten Fran-zosen.
Wie Ludwig Philipp im Reiche der Politik, sowar Herr Ingres dieses Jahr König im Reiche derKunst. Wie Jener in den Tuilcricn, so herrschteDieser im Lonvrc. Der Charakter des Herrn In-gres ist ebenfalls Zustcmilicu, er ist nämlich einZnstcmilicu zwischen Micris und Michelangelo. Inseinen Gemälden findet man die heroische KühnheitdcS MicriS und die feine Farbcngcbung des Michel-angelo.
In demselben Maße, wie die Malerei in derdiesjährigen Ausstellung wenig Begeisterung zu er-regen vermochte, hat die Skulptur sich um so glän-zender gezeigt, und sie lieferte Werke, worunter vielezu den höchsten Hoffnungen berechtigten und einssogar mit den besten Erzeugnissen dieser Kunst wett-eifern konnte. Es ist der Kam dcS Herrn Etcx. Esist eine Gruppe von symmetrischer, ja monumen-taler Schönheit, voll nntcdiluvianischcm Charakter,und doch zugleich voller Zcitbcdcutung. Kam mitWeib und Kind, schicksalcrgcben, gedankenlos brü-tend, eine Versteinerung trostloser Ruhe. DieserMann hat seinen Bruder gctödtet in Folge einesOpferzwistcs, eines Religionstrcits. Ja, die Rcli-