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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
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Scharfrichters" wie Madame Dnbarry ihn nannte.O, dieses Zeitalter, welches Alles verneinte, Allesvcrspöttcltc, Alles entweihte und an Nichts glaubte,war eben dcsshalb um so tüchtiger zu dem großenWerke der Zerstörung, und es zerstörte, ohne immindesten Etwas wieder aufbauen zu können, undcS hatte auch keine Lust dazu.

Indessen, die Künste, wenn sie auch derselbenBewegung folgen, folgen sie ihr doch nicht mitgleichem Schritte. So ist die Malerei im achtzehn-ten Jahrhundert zurückgeblieben. Sie hat ihre Crc-billon hervorgebracht, aber keine Voltaire, keineDiderot. Beständig im Solde der vornehmen Gön-nerschaft, beständig im untcrröcklichen Schutze derregierenden Maitresscn, hat sich ihre Kühnheit undihre Kraft allmählich aufgelöst, ich weiß nicht wie.Sic hat in all ihrer Ausgelassenheit nie jenen Un-gestüm, nie jene Begeisterung bekundet, die unsfortreißt und blendet und für den schlechten Geschmackentschädigt. Sic wirkt missbchaglich mit ihren fro-stigen Spielereien, mit ihren welken Kleinkünstenim Bereiche eines Boudoirs, wo ein nettes Zicr-dämchen, auf dem Sopha hingestreckt, sich leichtsinnigfächert. Favart mit seinen Eglscs und Zulmasist wahrhcitlichcr, als Watteau und Bouchcr mitihren koketten Schäferinnen und idyllischen Abbas.