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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
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Drcißigtausend schaulustige Berliner jauchzten Hur-rah! und ich dachte in meinem Herzen: Gott seiuns Allen gnädig! Ich kannte ja das sarmatischeSprichwort: „Die Hand, die man noch nicht ab-hauen will, die muss man küssen." ")

Ach! ich wollte, der König von Preußen hättesich auch hier an die linke Hand küssen lassen, undhätte mit der rechten Hand das Schwert ergriffenund dem gefährlichsten Feinde des Vaterlandes sobegegnet, wie es Pflicht und Gewissen verlangten.Haben sich diese Hohcnzollcrn die Vogtwürdc desReiches im Norden angemaßt, so mufften sie auchseine Marken sichern gegen das herandrängendeRussland. Die Russen sind ein braves Volk, undich will sie gern achten und lieben; aber seit demFalle Warschau's, der letzten Schutzmaucr, die uns

") Die oben nachfolgende Stelle lautete, von Ccnsur-

strichcn arg verstümmelt, im ältesten Abdruck: „

Ach, Deutschlands rechte Hand war gelähmt,

lahm geküsst, und unsere beste Schutzmaucr fiel, unsere Avant-garde fiel, das mnthige Polen liegt im Sarge, und wennuns jetzt der Zar wieder besucht, dann ist an uns die Reihe,ihm die Hand zu küssen — Gott sei uns Allen gnädig!

„Da hier nicht mehr von Königsmord

— die Rede ist, so will ich alle

weitere Erörterung übergehen und zu meinem eigentlichenThema zurückkehren." Der Herausgeber.