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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
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schon längst auswendig gelernt, und die arme Schul-jugend mnsstc noch obendrein auswendig lernen,dass diese Worte nie gesprochen worden.

Es ist nicht zu leugnen, dass Delarochc absicht-lich durch sein ausgestelltes Bild zu geschichtlichenVcrgleichungen aufforderte, und, wie zwischen Lud-wig XVI. und Karl I., wurden auch zwischen Croin-well und Napoleon beständig Parallelen gezogen.Ich darf aber sagen, dass Beiden Unrecht geschah,wenn man sie mit einander verglich. Denn Napo-leon blieb frei von der schlimmsten Blutschuld (dieHinrichtung des Herzogs von Enghicn war nur einMeuchelmord*)); Cromwcll aber sank nie so tief,dass er sich von einem Priester zum Kaiser salbenließ und, ein abtrünniger Sohn der Revolution,die gekrönte Vcttcrschaft der Cäsaren crbuhlte. Indem Leben des Einen ist ein Blutfleck, in dem Lebendes Andern ist ein Ölfleck. Wohl fühlten sie aberBeide die geheime Schuld. Dem Bonaparte, derein Washington von Europa werden konnte, undnur dessen Napoleon ward, ihm ist nie wohl ge-worden in seinem kaiserlichen Purpurmantcl**); ihn

*) Der eingeklammerte Satz fehlt in den französischenAusgaben. Der Heransgeber.

'-ch Der Anfang dieses Satzes fehlt in der (von HenriJulia besorgten) neuesten französischen Ausgabe; auch sind