sei» Gemüth aufgenommen, und wie die Seelen imFegfcucr, die dort nicht ihre Individualität, sondernihre irdischen Schlacken einbüßen, che sie selig hin-aufsteigen in den Himmel, so wurden jene Gestaltenin der glühenden Flammcnticfe des Künstlcrgemüthcsso fcgfcnrig gereinigt und geläutert, dass sie ver-klärt emporstiegen in den Himmel der Kunst, woebenfalls ewiges Leben und ewige Schönheit herrscht,wo Venus und Maria niemals ihre Anbeter verlieren,wo Romeo und Julie nimmer sterben, wo Helenaewig jung bleibt und Heküba wenigstens nicht älterwird.
In der Farbengebung des Robert'schcu Bildeserkennt man das Studium des Raphael. An Diesenerinnert mich ebenfalls die architektonische Schönheitder Gruppierung. Auch einzelne Gestalten, nament-lich die Mutter mit dem Kinde, ähneln den Figurenauf den Gemälden des Raphael, und zwar ausD seiner Vorfrühlingspcriodc, wo er noch die strengenTypen des Pcrugino, zwar sonderbar treu, aberdoch holdselig gemildert, wiedergab.
Es wird mir nicht einfallen, zwischen Robertund dem größten Maler der katholischen Wcltzeiteine Parallele zu ziehen. Aber ich kann doch nichtumhin, ihre Verwandtschaft zu gestehen. Es istindessen nur eine materielle Formcnverwandtschaft,