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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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nicht umgehen, ich muss mich über jene unverstän-digen Ausdrücke etwas verständigen, um den größtenMißverständnissen ein für alle Mal vorzubeugen. JeneUnterscheidung von Historie und Genre ist so sinn-verwirrend, dass man glauben sollte, sie sei eineErfindung der Künstler, die am babylonischen Thurmcgearbeitet haben. Indessen ist sie von späterem Da-tum. In den ersten Perioden der Kunst gab es nurHistorienmalerei, nämlich Darstellungen aus der hei-ligen Historie. Nachher hat man die Gemälde, derenStoffe nicht bloß der Bibel, der Legende, sondernauch der profanen Zeitgeschichte und der heidnischenGöttcrfabcl entnommen wurden, ganz ausdrücklichmit dem Namen Historienmalerei bezeichnet, undzwar im Gegensätze zu jenen Darstellungen ansdem gewöhnlichen Leben, die namentlich in den Nie-derlanden aufkamen, wo der protestantische Geist diekatholischen und mythologischen Stoffe ablehnte, wofür letztere vielleicht weder Modelle, noch Sinn jemalsvorhanden waren, und wo doch so viele ausgebildeteMaler lebten, die Beschäftigung wünschten, und soviele Freunde der Malerei, die gerne Gemälde kauf-ten. Die verschiedenen Manifestationen des gewöhn-lichen Lebens wurden alsdann verschiedene „Genres."

Sehr viele Maler haben den Humor des bür-gerlichen Klcinlcbens bedeutsam dargestellt, doch die

Hcin e'S Wcrlc, Bd. XI.

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