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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Grausamkeit und dic Lüsternheit der Rache; dennsie hat auch den eignen beleidigten Leib zu rächenan dem hässlichcn Heiden. In der That, Dieser istnicht sonderlich liebreizend, aber im Grunde scheinter doch ein tzoir ankarrt zu sein. Er schläft so gnt-müthig in der Nachwonnc seiner Bcscligung; erschnarcht vielleicht, oder, wie Luise sagt, er schläftlaut; seine Lippen bewegen sich noch, als wenn sieküsstcn; er lag noch eben im Schöße des Glücks,oder vielleicht lag auch das Glück in seinem Schöße;und trunken von Glück und gewiss auch von Wein,ohne Zwischenspiel von Qual und Krankheit, sendetihn der Tod durch seinen schönsten Engel in dieweiße Nacht der ewigen Vernichtung. Welch einbencidcnswcrthcs Ende! Wenn ich einst sterben soll,ihr Götter, lasst mich sterben wie Holoferncs!

Ist es Ironie von Horacc Vernct, dass dieStrahlen der Frühsonnc ans den Schlafenden, gleich-sam verklärend, hereinbrechen, und dass eben dieNachtlampc erlischt?

Minder durch Geist, als vielmehr durch kühneZeichnung und Farbcngcbung, empfiehlt sich einanderes Gemälde von Vernct, welches den jetzigenPapst vorstellt. Mit der goldenen dreifachen Kroneauf dem Haupte, gekleidet mit einem goldgesticktenweißen Gewände, auf einem goldenen Stuhle sitzend,