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bettelten sie um ein bisschcn Mitcmpfindung oder umAufnahme in einem Winkclchcn des Herzens. Ver-gebens! die Herzen waren von der Familie der eige-nen Gefühle ganz angefüllt und hatten weder Raumnoch Futter für jene Fremdlinge. Aber Das war eseben, die Ausstellung glich einem Wniscnhause, einerSammlung zusammengeraffter Kinder, die sich selbstüberlassen gewesen und wovon kcins mit dem an-deren verwandt war. Sic bewegte unsere Seele, wieder Anblick unmündiger Hilflosigkeit und jugend-licher Zerrissenheit.
Welch verschiedenes Gefühl ergreift nnS da-gegen schon beim Eintritt in eine Galerie jeneritaliänischcn Gemälde, die nicht als Findelkinderausgesetzt worden in die kalte Welt, sondern anden Brüsten einer großen, gemeinsamen Mutter ihreNahrung eingesogen und als eine große Familie, be-friedet und einig, zwar nicht immer dieselben Worte,'aber doch dieselbe Sprache sprechen.
Die katholische Kirche, die einst auch den üb-rigen Künsten eine solche Mutter war, ist jetzt ver-armt und selber hilflos. Zeder Maler malt jetzt aufeigene Hand und für eigene Rechnung; die Tagcs-launc, die Grille der Gcldrcichcn oder des eigenenmüßigen Herzens giebt ihm den Stoff, die Palettegicbt ihm die glänzendsten Farben, und die Lein-