etwas heilen. Meine Verdrießlichkeiten von vorigemJahr haben nicht bloß meine Finanzen ruiniert,sondern auch meine physische Heilung hintertrieben.Geld ist nicht die Hauptsache, Gesundheit ist vielmehr, die Ehre aber ist Alles.
So Viel heute des Allgemeinen. Des Besonde-ren habe ich Ihnen nur zu melden, dass ich morgendie Summe endlich auf Sie trassiere, deren An-nahme Sie mir so bereitwillig zugesichert; ichglaubte diese Tratte länger hinausschieben zukönnen, aber zu meinem Verdruss merke ich dieserTage, dass ich bei Cotta weniger Geld stehen hatte,als ich glaubte, und dcsshalb trassiere ich ans Sie,statt ans ihn, wie ich Anfangs vorhatte. Dingel-stedt sehe ich leider nicht sehr oft; er ist aberimmer für mich eine liebenswcrthe Erscheinung. —Wie geht die neue Auflage des Liederbuchs ab?Sagen Sic mir die Wahrheit. — Ich lebe hierstill und isoliert wie immer. Ruhiger Hausstand.— Dass es Ihrer Frau nicht besser geht, thutmir sehr leid; Jeder hat sein Kreuz. —
Anbei lege ich Ihnen ein Gedicht bci^), dasin Leipzig nicht die Censur der „Eleganten Welt"
") „Bei des Nachtwächters Ankunft in Paris," Bd.XVII, S. 236. — Vgl. die Anmerkung »*) zu dem vor-hergehenden Briefe.