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19 (1863) Briefe : Th. 1
Entstehung
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ungcrnc hören, obgleich Sie mich nicht besondersdazu berechtigt, es zu lesen), und ich würde Ihnenschon vor 8 Tagen darüber geschrieben haben,wenn ich nicht so halb und halb Brief von Ihnenerwarten konnte oder erwarten wollte. Aber jetztdrängt mich Campe, Ihnen zu schreiben; ich sprachihm gestern von der Freude, womit ich Ihr Gedichtgelesen, und dass ich nur einige Kleinigkeitendaran auszusetzen hätte. Dies, wollte er nun, sollteich Ihnen schreiben, und in der That, lieber Jmmer-mann, ich habe zu sehr die innere Verpflichtung,Ihnen die Wahrheit zu sagen, als dass ich IhnenEtwas verschweigen dürfte, was Ihnen vielleichtmissfallen könnte. Ich will den bitteren Tadel vor-ausschicken; ich tadle an „Tulifäntchcn" einigeLongenrs, und dann hie und da das Metrische.Beides ließe sich leicht verbessern, Erstercs durchStreichen, das Andre durch einige Wortvcrsetzun-gen und Vertauschung einiger Worte. Die metri-schen Mängel bestehen nämlich darin, dass dieWorte und die Versfüße immer zusammenklappen,welches bei vierfüßigen Trochäen immer unerträglichist, nämlich wenn nicht just das Metrum sich selbstparodicrcnsoll, wasim „Tulifäntchcn" oft JhreAbsichtist. Sie verstehen; ich meine, dass da, wo dasWort sich endet, auch immer der Versfuß (—

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