scher Miene entwickelt. Den „Rheinisch-Westfäli-schen Musenalmanach" Hab' ich hier nicht erhaltenkönnen. Was macht der „Poet?" Hütt' ich ihnnur wieder in den Klauen! Und was machst du?Ich spreche jetzt sehr oft von dir mit deinemFreunde **. Viel Vergnügen hat mir die Bekannt-schaft des Letztern gemacht. Er ist ein herzlichguter Junge. In seinen Gedichten spielen zwardie alten heidnischen Götter die Hauptrolle, unddie schöne Daphnis ist seine Heldin; doch habenseine Gedichte etwas Klares, Reines, Bestimmtes,Heiteres. Er hat mit sichtbarem Vortheil seinenGoethe gelesen, und weiß ziemlich gut, was schönist. Sein Hauskamisol Waldeck ist ein sehr guterPoet und wird mal Viel leisten. Ich habe durchWort und Beispiel Beide tüchtig angespornt, habeDenselben meine Ansichten über Poesie fasslich ent-wickelt, und glaube, dass wenigstens bei Letztermdieser Same wuchern und gute Früchte tragen wird.— Erzähle mir doch frei, welche Studenten inBonn katholisch geworden sind?*) Nun muss ichendlich doch in einen sauern Apfel beißen und dirsagen, wie es mit meinen Gedichten steht. Duthust mir Unrecht, wenn du glaubst, dass ich an
Es waren die Gebrüder Goßler, von denen derEine zur Zeit Franciscanermönch zu Paderborn ist.