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Anhang. Astronomische Kunstwörter.
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Tropische oder periodische Revolution eines Planeten ist die Umlaufszeit einesPlaneten in Beziehung auf den Frühlingspunkt <s. d. Art. Aequinoctium).Da das Aequinoctium, wegen der Präcession (s. d. Art.) selbst beweglich ist,so ist die trop. Revolution von der sideriscken (s. d. Art.) verschieden, unddiese stderische ist allein die wahre Umlaufszeit um die Sonne, weil sie sichauf einen festen Punkt bezieht, daher auch der Planet während seiner side-rischen Revolution in der That volle 36c> Grade um die Sonne zurücklegt.Für die Sonne oder, was dasselbe ist, für die Erde, beträgt die stderischeRevolution 365.25638 mittlere Sonnentage, die tropische aber nur 365.24225oder 365 Tage 5 St. 48 M. 5«.4 Sek. solcher Tage, und dieses letzte istzugleich das, was wir unser bürgerliches Jahr zu nennen pflegen.
Umlaüfszeit, s. Revolution.
Untere Planeten. So heißen die zwei Planeten Merkur und Venus, derenBahnen kleiner sind als die Erdbahn, und die daher von der Erdbahn einge-schlossen werden, während die übrigen Planeten, deren Bahnen die Erdbahneinschließen, die oberen genannt werden. Auch die Conjunctionen (s. d. Art.)der unteren Planeten sind zweierlei Art: die obere Conjunctiv« derselbenhat statt, wenn die Sonne in gerader Linie zwischen dem Planeten und derErde steht, und die untere, wenn der Planet in gerader Linie zwischenSonne und Erde steht.
Untergang eines Gestirns ist der Augenblick, in welchem es, nachdem es eineZeit durch über dem Horizonte sichtbar gewesen war, auf der Westseite des-selben durch den Horizont geht, und anfängt, unsichtbar zu werden.
Variation ist eine der großen Störungsgleichungen des Monds, die von derEinwirkung der Sonne verursacht wird. M. s. S. 211 u. 585.
Bernier oder Nonius ist eine sinnreiche Vorrichtung, um dadurch sehr kleineTheile einer geraden oder krummen Linie zu messen. M. s. S. ?4i.
Verticalkreis, s. Höhenkreis.
Vorrücken der Nachtqleichen, s. Präcesston.
Wahre Zeit oder wahre Sonnenzeit ist der Stundenwinkel (s. d. Art.) derwahren, am Himmel sichtbaren Sonne. Wenn der Mittelpunkt dieser Sonnedurch den Meridian geht oder culminirt, so ist dieß der Augenblick deöwahren Mittags, und wenn dieser Mittelpunkt, im Aequator gezählt, 15,30, 45 Grade westlich von dem Meridian steht, so ist es r, 2, 3 Uhr wahreZeit. Die Sonnenuhren zeigen, wenn sie richtig construirt sind, diese wahre
Zeit an. .
Weltaxe ist die Axe (s. d. Art.) des Aequators oder diejenige gerade Linie,die durch den Mittelpunkt der Erde, senkrecht auf den Aequator geht. DieseAxe geht also auch durch die beiden Pole des Aequators, den Nordpol undden Südpol desselben. Um diese Axe dreht sich die Erde in ihren täglichenBewegungen von West gegen Ost, oder um sie scheint sich der ganze Himmelmit seinen Gestirnen täglich von Ost gegen West zu drehen. Diese Axeendlich ist gegen den Horizont des Beobachters immer um einen Winkel ge-neigt, welcher der Polhöhe (s. d. Art.) oder der geographischen Breitedieses Ortes gleich ist.
Weltpole sind die zwei Punkte des Himmels, in welcher die verlängerte Welt-axe (s. d. Art.) die Himmelsfläche trifft. Der obere uns sichtbare heißt derNordpol und der andere unsichtbare der Südpol.
Weltsystem, s. Planetensystem.
Wendekreis, s. Tropicus. . . ^
West oder Westpunkt, Abendpunkt. Dieser Punkt des Horizonts steht m derMitte zwischen Süd und Nord auf der Seite des Horizonts, wo die Gestirne
untergehen. ^
Widderpunkt, gleichbedeutend mit Frühlmgspunkt, s. d. Art. Aequmoctium.
Wintersolstitium oder Winter-Sonnenwende, s. Solstitium.
Zeichen der Planeten sind eigene Figuren, mit welchen man die Planetenbezeichnet, z. B. Merkur durch L, Venus durch ? u. s. f. (S. 295.) -Zeichen des Thierkreises. Der Thierkreis (s. d. Art. Zodiacus) wird,als ein Kreis von 36v Graden, in zwölf gleiche Theile eingetheilt, die manZeichen nennt. Jedes solcher Zeichen hat daher 30 Grade. Ihre Namenund Figuren (die S. 80 angegeben sind) haben sie von den Sternbildern, die
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