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§. 197,
Beschreibung und Gebranch der astronom. Instrumente.
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robrs erscheint, worauf man den äußern Kreis wieder an sein Fußge-stelle schließt und mit der feinen Mikrometer-Schraube dieses Kreisesden horizontalen Faden des Fernrohrs genau auf den Stern bringt unddie Feit dieses Moments au der Uhr bemerkt. Nehmen wir an, die
noch immer auf 0° des äußeren steht.
Man dreht nun beide Kreise um ihre vertikale Ave NIZ um 180Grade, so das^die beiden Kreise jetzt auf die Westseite dieser Ape kom-men, bis der Stern ivieder in der Ebene dieser Kreise erscheint und löstdann, bei immer geschlossenem äußeren Kreis, den innern, und bewegtihn sammt seinem Fernrohre so lange um seine horizontale Are /LU, bis. der Stern zum zweitenmale in der Nähe des Fadens erscheint. In die-ser Lage befestiget man den inneren Kreis durch seine Druckschraube wie-der an den äutzereu und bringt dann, durch die Mikrometer-Schraubedieses inneren Kreises, den horizontalen Faden des Fernrohrs genau aufdas Gestirn.
Jetzt ist auch die zweite Hälfte der Beobachtung geendet, und dazwischen beiden das Fernrohr offenbar um die doppelte Zenithdistanz desSterns auf dem äußeren Kreise fortgerückt ist, so wird auch das Ab-lesen dieses Kreises sofort die gesuchte doppelte Zenithdistanz des Ge-stirns geben.
Es ist aber für sich klar, daß man von dem jetzt gefundenen Punktedes äußeren Kreises eben so gut, wie zuvor von dem Nullpunkte dessel-ben, ausgehen, und dieselbe Beobachtung, so oft man will, wiederholenkann. Man wird nämlich jetzt die beiden geschlossenen Kreise wieder inihre erste Lage, wo der Kreis östlich von der vertikalen Axe steht, brin-gen, den äußeren Kreis lüften und ihn sammt den noch an ihm befestig-ten inneren so lange drehen, bis der Faden wieder den Stern deckt, wor-auf der äußere Kreis geschlossen, beide wieder auf die Westseite gedrehtund dann der innere gelöst und so lange gedreht wird, bis der Fadenwieder auf den Stern fällt, wo dann die zweite Ablesung des äußerenKreises die vierfache Zenithdistanz des Sterns angeben wird. Ganzebenso wird man auch die K, 8, illfache Zenithdistanz desselben erhalten.In der Ordnung wird man sich mit der doppelten oder vierfachen Zenith-distanz begnügen, und da diese Beobachtungen, mit einiger Uebung,schnell genug aufeinander folgen, so wird es immer erlaubt seyn, dieHöhenänderung des Gestirns während dieser Beobachtungen als der Zeitproportional oder als gleichförmig sich ändernd anzusehen. Dann wirdmanmlso auch das Mittel aus allen so erhaltenen Zenithdistanzen, d. h.den durch die Anzahl der Beobachtungen dividirten Bogen, welcher dasFernrohr durchlaufen hat, als die Zenithdistanz ansehen, die für dasMittel der sämmtlichen Beobachtungszeiten gehört. Gesetzt man habe imAnfange der Beobachtung den inneren Kreis auf 10" 5' 30" des äuße-ren gestellt und am Ende von zwei vollständigen oder doppelten Beobach-tungen seinen Stand gleich 242° 5,0' 40" gefunden. Die Uhrzeiten dervier Momente, wo der Faden den Stern deckte, seyen 4/- 30', 4^ 34',45 37' und 4" 43', gewesen, so ist die Differenz von jenen beiden Able-sungen 232° 45' 10", und die Summe von diesen vier Uhrzeiten 18'' 24'.Nimmt man also von jeder dieser Zahlen den vierten Theil, so erhältman als Resultat dieser Beobachtungen, daß um 4'' 30' Uhrzeit die ein-fache Zenithdistanz des! Sterns gleich Z8^ 1U 17>"5 ist.