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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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701
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Beschreibung und Gebrauch der aftronom. Instrumente.

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weinen die Zeit durch diesen schatten desto genauer bestimmen wird, jschneller sich dieser Schatten bewegt, wenn er zugleich so deutlich undscharf begränzt, als möglich, gesehen wird.

Kennt man nun mit Hülfe des erwähnten Gnomons, oder mittelsteiner durch den Gnomvn regulirten Uhr, an irgend einem hellen Tageden Augenblick des wahren Mittags genau, so wird man, in diesem

so oft wird man auch de-n Augenblick des wahren Mittags dieses Tageshaben. Es ist übrigens für sich klar, daß man, statt jener Schnur,auch den Fensterrahmen oder die Fenstermauer selbst gebrauchen undihren Schatten wie zuvor beobachten kann, vorausgesetzt, daß dieserRahmen, oder daß die Fensterwand vollkommen vertical ist, wovon mansich leicht mittelst eines Bleilothes überzeugen wird.

Allein dadurch erhält man nur die Zeit des Mittages und dahervielleicht durch mehrere Wochen keine Zeitbestimmung, selbst wenn dieWitterung günstig, die Sonne aber im Mittage zufällig durch Wolkenbedeckt ist. Auch wird diese Methode dadurch sehr beschränkt, daß nichtjede Wohnung zu jenen Beobachtungen gelegene Fenster darbietet.

Es wäre daher zu wünschen, daß man dieses an sich ebenso einfacheals sichere Verfahren auch auf jede andere Stunde des Tages und aufjede Lage des Fensters, wenn dasselbe nur nicht gegen Nord steht, aus-dehnen könnte.

Man kann das auch, aber, wie dieß beinahe in allen Dingen zugeschehen pflegt, dieser Vortheil läßt sich nur auf Kosten eines anderenerreichen. Man kann sich nämlich von der Zeit des Mittags oder vonder beschränkenden Lage des Fensters ganz unabhängig machen, wennman sich dafür eine, übrigens sehr leichte trigonometrische Rechnung ge-fallen lassen will. Dem Astronomen ist dieß allerdings kein Hinderniß,und die mit diesen Rechnungen nicht Bekannten werden doch wohl unterihren Freunden leicht einen finden, der sie dieser kleinen Mühe überhebenwird; für diese will ich diese erweiterte Methode der Zeitbestimmung hier

kurz auseinander setzen.

Ich setze also voraus, daß man an einem Tage, für welchen manden Stand seiner Uhr, etwa durch Hülfe jenes Gnomons, genau kennt,aus irgend einem auch nicht gegen Süden gelegenen Fenster den Schattenjener Schnur oder auch den Schatten des verticalen Fenfterstockes, aufdem Boden oder an der Wand des Zimmers, in einem Augenblicke be-merkt und angezeichnet habe, wo es z. B. genau drei Uhr Abendswahre Sonnenzeit war. Die Frage ist: wie viel wird es alle anderenTage des Jahres wahre Zeit in dem Augenblicke seyn, wo jener Schatten

wieder dieselbe bezeichnete Stelle einnimmt?

In dem sphärischen Dreiecke M8' (I. Fig. 2) zwischen dem ZemthX, dem Pol N des Aequators und dem Mittelpunkte 8' der Sonnekennt man die Seite iX8' oder die Poldistanz der Sonne, ferner dieSeite oder die Aequatorhöhe des Beobachtungsorts, und den Stun-denwinkel M8< der Sonne zur Zeit der Beobachtung an dem erstenTage. Daraus findet man aber sofort durch die bekannten Vorschriftender Trigonometrie das Azimut IW' (Einl. H. 20) der Sonne.

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