§. l?z. Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente.
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des Gegenstandes von der Linse zu, so nimmt die Große ab sowohl, alsauch die Entfernung uE des Bildes ab, und u ruckt dem Brennpunkte pnäher. Wird die Entfernung ^.0 des Gegenstandes, wie bei der Sonne,unendlich gro>z, 10 fällt das Bild u in den Brennpunkt p, übereinstim-mend mit dem Vorhergehenden, da jetzt die von dem Gegenstande aufdie Linse fallenden Strahlen unter sich parallel sind. — Rückt umgekehrtder Gegenstand ^ näher an die Linse, so entfernt sich das Bild u vonderselben und wird zugleich immer grösser, und zwar so lange, bis derGegenstand in die Entfernung (F/ gleich Ox, kommt, oder bis er in derEntfernung der Brennweite steht, wo dann das Bild in einer unendli-chen Entfernung auf der andern Seite der Linse steht, weil jetzt die ausxst auf die Linie fallenden Strahlen, nach ihrer Brechung, unter sichparallel werden. Ein sehr weit entfernter Gegenstand hat demnach seinBild im Brennpunkte der Linse, und ein im Brennpunkte stehender Ge-genstand hat sein Bild in einer unendlichen Entfernung, oder von einemin dem Brennpunkte z>' stehenden Gegenstand werden alle Strahlen durchdie Linse in einer unter sich parallelen Lage gebrochen. Uebrigens be-merkt man auch ohne meine Erinnerung, dass in allen den erwähntenFällen das Bild des Gegenstandes immer verkehrt ist, indem dasBild d des höchsten Punktes des Gegenstandes am tiefsten unter derAre der Linse liegt.
H. 173. (Einrichtung der Fernrohrs.) Nach dieser Erläuterung derWirkung einer einfachen Linse wird es nun leicht seyn, die Ein-richtung der Fernröhre zu übersehen. Die einfachsten dieser optischenInstrumente bestehen aus zwei Linsen, die an den beiden Enden einer-Röhre so angebracht sind, daß ihre Axen sowohl, als auch ihre Brenn-punkte zusammen fallen.
Sey Ds (Fig. 100) der Gegenstand in einer sehr großen Entfernung vonder ersten größeren Linse oder von dem Objektive, und bulL die klei-nere Linse oder das Ocular. Sey lvän die gemeinschaftliche Axe der beidenLinsen, uns in dieser Are endlich I" ihr gemeinschaftlicher Brennpunkt.
Schon ans dieser Stellung der beiden Linsen folgt, daß die voneinem sehr weit entfernten Gegenstände De, also die mit der Ape parallelauf das Objektiv Aii» auffallenden (strahlen ihr Bild in dem Brenn-punkte ^ dieses Objektivs haben werden. Da aber dieses Bild in h" fürdie Ocularlinse liiL die Stelle des Gegenstandes vertritt, und da dieserGegenstand h in dem Brennpunkte der Ocularlinse liegt, so werden(nach §. 172) die Lichtstrahlen nach der Brechung durch das Ocular dlL,unter sich parallel in das Auge <) des Beobachters treten, und dießist die erste wichtige Eigenschaft des Fernrohrs, da ein wohlgebautesAuge die Gegenstände nur dann deutlich sieht, wenn die von jedem Punktedesselben ausgehenden Strahlen unter sich parallel sind. Allein dieses
?> die Größe des Gegenstandes, so wie «La — cc die Entfernungund ub — die Größe des Bildes und Ex, x, die Brennweite derLinse, so hat man, wie man leicht findet, die beiden Gleichungen
und i? — ^a p u u—p
und von diesen zwei Ausdrücken gibt die erste die Entfernung a, und. die zweite die Größe l? des Bildes.