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Beschreibung und Gebrauch der astrouvm. Instrumente. ioo.
men. Auck haben es die Astronomen des I7ten Jahrhunderts fleißigangewendet, so bald sie einmal durch ihre mechanischen Künstler solcheUhren erhalten konnten, auf deren gleichförmigen Gang sie sich verlassendurften. Denn diese Voraussetzung einer guten Uhr ist eigentlich diewesentlichste, um genaue Resultate zu erhalten, während im Gegentheile,wie wir gesehen haben, der Quadrant, mit welchem man diese korrespvn-direudeu Höben beobachtet, ohne Nachtheil selbst ein sehr mittelmäßigesInstrument seyn kann. Auf der Pariser Sternwarte wurde dieses Ver-sahren schon sehr früh i. I. 1666 angewendet, wie man aus den Me-moiren der Akademie dieser Stadt bei Gelegenheit der Finsterniß des22sten Julius jenes Jahres sehen kann, wo Huygens, Roberval undAuzout ihre Zeit bereits durch kvrrespondirende Höhen bestimmten. La-caille, einer der besten und fleißigsten Astronomen des achtzehnten Jahr-hunderts, bestimmte noch i. I. 1755 beinahe alle seine sehr zahlreichenRectascenstonen der Fixsterne und der Planeten auf dieselbe Weise.
S 169. (Quadranten mit zwei Fernrohren.) Der einzige Nachtheil,den man dieser Methode der kvrrespondirenden Oöhen zum Vorwurfemachen kann, ist, daß sie zeitraubend und von Zufällen zu sehr abhängigsind, die der Beobachter nicht in seiner Gewalt hat. Sie fordern, wennman mehrere derselben nehmen will, vor und nach dem Mittage wenig-stens eine halbe Stunde, und wenn die Sonne Nachmittag, zur Zeit derBeobachtungen, mit Wolken bedeckt ist, so geht die ganze Beobachtungverloren. Auch waren nach der Mitte des I7ten Jahrhunderts, wo mandie Uhren zu den astronomischen Beobachtungen zu gebrauchen anfing,diese sinnreichen und schwer auszuführenden Maschinen noch lange nichtmit derjenigen Vollkommenheit gearbeitet, durch welche sie sich in unse-ren Tagen auszeichnen. Endlich gab diese Art der Beobachtung nur dieRectascension der Gestirne, aber nicht die Declination, also nur eine un-vollständige Bestimmung des Ortes derselben am Himmel. Die Decli-nation ließ sich doch nur wieder durch Hülfe jener Quadranten finden,indem man mit ihnen die Höhe der Gestirne im Meridian maß, unddavon die bereits bekannte Äequatorhöhe subtrabirte, und dazu gewähr-ten jene Quadranten die gewünschte Sicherheit ebenfalls nicht.
Bei dieser Lage der Dinge entschlossen sich mehrere der besten Be-obachter, die Uhren nur zur allgemeinen Zeitbestimmung ihrer übrigenBeobachtungen zu gebrauchen, nicht aber sie auch zugleich zur -Angabeder Rectascensionen anzuwenden, wozu sie ihnen nicht genau genug schie-nen, da jeder Fehler in der beobachteten Zeit die Fehler in der so ge-suchten Rectascension, im Bogen gezählt, schon fünfzehnmal größer, alsoz. B. ein Fehlen von einer Zeltminute die gesuchte Rectascension schonum 15 Bogenminuten, oder um den vierten Theil eines Grades unrich-tig machte. Sie suchten daher die Orte der Planeten am Himmel, anderen Kenntniß dem Beobachter vor allen gelegen ist, durch andere Mit-tel zu erhalten, und sie wählten dazu vorzugsweise die Beobachtung derDistanzen dieser Planeten von zwei benachbarten, ihrer Lage nach be-reits bekannten Fixsternen. Zu dieser Absicht mußten sie dem Quadran-ten, so wie er oben (l. §. 43) beschrieben wurde, eine etwas veränderteEinrichtung geben. Er mußte nämlich zuerst mit zwei Fernröhren ver-sehen werden, von welchen das eine, wie bisher, sich um den Mittelpunkt<! sl. Fig. 7) bewegte, während das andere in der Lage (TV mit demQuadranten fest und unveränderlich verbunden wurde. Zweitens mußteaber auch der ganze Quadrant NM) um den Punkt E, wo er an seineSäule oder an sein Fußgestell befestiget war, nach allen Richtungen be-weglich gemacht werden. Dieß könnte z. B. am einfachsten durch eine
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