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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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661
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h. i6s. Befchreiblinq und Gebrauch der aftronvm. Instrumente. szgz

Stundenwinkel, und wo die Absehen des Kreises (V auf ihm selbstdie Declination des Gestirns anzeigten. Hatte man zuvor die Ab-sehen n und d des Aeguators, mittels eines schon bekannten Gestirns,so gestellt, dast sie den Frühlings- und Herbst-Nachtgleichenpunkt bezeich-neten, so konnte man auf diese Weise zugleich die Rectascenston des zubeobachtenden Gestirns finden, und daher auch die Sternzeit der

Beobachtung angeben/

Sextanten gemacht hatte, indem er nämlich an seiner in dem Meridianaufgestellten Armillarsphäre den Declinationskreis OI) derselben auf ir-gend einen gröyern, in seiner Rectascenston schon bekannten Fixsternstellte, wodurch er sofort den Stundenwiukel dieses Sterns auf seinemAeguatorialring ablesen konnte. Die Summe des so erhaltenen

gend eines bekannten Fixsterns unmittelbar die Sonne wählte, weildann der au dem Aeguatorringe abgelesene Stundenkreis der Sonneauch sofort schon die wahre Sonnenzeit der Beobachtung gab, wiebereits oben (I. §>. 155) erklärt worden ist.

Diese Zeitbestimmung ist, wie mau sieht, eines der wichtigsten Ge-schäfte des praktischen Astronomen. Durch sie unterscheidet er sich we-sentlich von dem blosien Geometer, dem es schon genügt, wenn er denWinkel, welchen zwei irdische Gegenstände, z. B. zwei Thürme oder zweiBergspitzen, in seinem Auge bilden, mit Genauigkeit angeben kann, dadieser Winkel immer derselbe bleibt, so oft er aus demselben Standpunktedes Auges gesehen wird. Nicht so bei den Gegenständen des Himmels.Die Gestirne ändern, sowohl durch die tägliche Bewegung des Himmels,die allen Sternen gemeinschaftlich ist, als auch durch die ihnen eigeneBewegung, ihre Lage gegen das Auge des Beobachters unaufhörlich, undes ist daher nicht genug, daß der 'Astronom von einem dieser Gestirne,z. B. die Höhe auch mit der größten Genauigkeit angibt, sondern er^ muß auch zugleich eben so genau die Zeit angeben, in welcher er jenej Höhe beobachtet hat, wie dieß für sich klar ist, weil diese Höhe sich jedenAugenblick ändert.

Da aber die Armillarsphäre, wie man aus der vorhergehenden Be-schreibung derselben ohne meine Erinnerung bemerkt haben wird, wederin ihrer Kvnstruction durch den Künstler, noch in ihrer Aufstellung durchden Astronomen eine große Genauigkeit gewähren kann, so wird auchdas erwähnte Verfahren, durch dieses Instrument die Zeit zu bestimmen,

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i für jeden Augenblick mit mehr Verläßlichkeit zu bestimmen. Das beste^ j Mittel zu diesem Zwecke gab aber dieselbe Veränderlichkeit der Höhe der

Gestirne, von welcher wir nur so eben gesprochen haben.^ Während destäglichen Umlaufes jedes Sterns um die Erde kömmt derselbe in alle dieverschiedenen Höhen, in die er überhaupt, nach der Lage seines Parallel-kreises gegen den Horizont des Beobachters, kommen kann, und >o, wiezu jeder Zeit nach der Kulmination des Sterns, d. h. wie zu jedemStundenwiukel desselben eine bestimmte Höhe gehört, so wird auch um-