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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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§- IstH (lieber die Genanigkeir der astronomischen Bestinuiiimgen.) Wirhaben bisher das Vorzüglichste von Demjenigen angezeigt, was nns dieAstronomen von den Körpern des Himmels nnd von den Bewegungenderselben kennen gelehnt haben, nnd unsere Leser werden, wie wir glau-ben, oft genug Gelegenheit gehabt haben, sich über die Genauigkeit jenerAngaben von Gegenständen zu verwundern, die so ungemein weit vonuns entfernt sind, daß sie sich unseren Untersuchungen beinahe ganz zuentziehen scheinen. In der That kennen wir von den meisten Dingen,die uns in unserer nächsten Nähe umgeben, ihren gegenwärtigen Stand-punkt und die Veränderungen, welche mit ihnen vorgegangen sind undin der Folge noch vorgehen werden, viel weniger, als uns die Orte derhimmlischen Körper, und ihre Bewegungen in der Vor - und Folgezeitbekannt geworden sind. Die Astronomen pflegen die Orte der Gestirneam Himmel mit der Genauigkeit von einer Sekunde anzugeben. Alleinein gewöhnliches Menschenhaar bedeckt mit seiner Dicke, wenn es in derEntfernung von dem Auge gehalten wird, wo es am reinsten und dun-kelsten erscheint, schon 15 bis Sekunden am Himmel, so daß manalso jene Orte der Gestirne an der Sphäre des Himmels mit einerSchärfe angeben kann, welche die Dicke eines solchen Haares weit über-trifft. Eben so haben wir gesehen, daß man die Entfernung des Mondesund mehrerer Planeten von der Erde, so schwierig dieselbe auch anfangszu bestimmen schien, im Verhältnisse zu der Größe dieser Entfernungen,genauer angeben kann, als man dieß bei den meisten größeren Städtender Erde, selbst unseres Welttheiles, zu thun im Stande ist (I. §. 66).Die Finsternisse der Sonne und des Mondes, die man mit derselbenNichtigkeit und Sicherheit für das nächste Jahr, als für irgend einanderes der nächst vorhergegangenen oder der nächstfolgenden Jahrhun-derte berechnen kann, und die, wie jeder Kalender bezeugt, auf das ge-naueste zutreffen sind nicht sie allein schon ein hinreichender Beweisvon der in der That bewunderungswürdigen Schärfe , mit welcher dieAstronomen die Bewegungen und alle die mannigfaltigen Veränderungenkennen müssen, welche mit diesen beiden Gestirnen in der Folge der Zeitenvorgehen ? Haben wir nicht schon öfter gesehen, daß uns die ferne Wie-derkunft von Kometen vorausgesagt wird, die nur wenige Wochen inunserer Nähe sichtbar waren, und die dann, in ihren weiten Bahnenjenseits unseres Planetensystems volle siebenzig und mehr Jahre unserenBlicken unsichtbar, die fernsten Räume des Himmels durchwandern, bis<>e endlich wieder, nach ihren langen Reisen, zu uns hernieder steigen,um sich zum zweitenmale unseren erstaunten Augen zu zeigen? Sie