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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
648
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64g Dauer des Weltsystems. Z. ig<>.

taufende auferzog und an goldenen Seiten um ihr erfreuendes Antlitzlenkte, wenn sie die alternde Kraft der Erde, die sich nicht mehr zu er-halten vermag, nun endlich wieder herab zieht in ihren brennendenSchooß ja wenn sie selbst, die Königin unserer Tage, wenn auch sieihre Zeit gelebt und ihre Bestimmung erfüllt hat, wenn endlich sie selbsterlischt und verschwindet aus der Reihe der erschaffenen Wesen so ent-setzlich dieß auch uns scheinen mag was geschähe dann anders, alswas nach dem ewigen Gesetze der Natur geschehen muß?

Denn überall, wo wir in den: Welträume Entstehen, Wachsthumund Zunahme bemerken, da muß auch Abnahme und Tod seyn, und woimmer im Wechsel der Dinge Fortgang ist, da ist auch Untergang:scheinbarer Untergang wenigstens, Abwechslung von Gestalten und For-men. Alles, was Körper, das heißt, was sterblich ist, eilt seiner Auflö-sung entgegen, und kann von keiner Kraft davon zurückgehalten werden.Und wie auf den Gipfeln unserer Berge, und in den Abgründen derErde die Versteinerungen und Ueberreste der Pflanzen und Thiere einerlängst verschwundenen Vorwelt zerstreut liegen, so werden auch vielleichtdereinst die morschen Trümmer des großen, himmlischen Baues über uns,in dem Weltenraume zerstreut werden. Diese Sonne, diese Sterne werdenerlöschen, und von ihnen wird dort oben, wie von den Denkmälern derVorzeit hier unten keine Spur mehr seyn. Auch diese Blumen des Him-mels werden verblühen und abfallen, wie welke Blätter, mit denen dieWinde spielen, und dieselbe Welle, die sie so lange getragen hat, wirdsie dereinst auch herabziehen in die Tiefe des Weltmeers, in den Abgrundder ewigen Nacht. Nur Einer, den kein Name nennt, Einer nurwird bleiben, hoch über dem Ocean der Welten, der zu den Füßen seinesThrones rauscht, dessen Wogen immer wechselnd vor ihm auf und niederzrehen, während Er allein unwandelbar und ewig ist.