§. 150. Ursprung des Weltsystems. gz»
hatte, daß also dadurch die gemeinschaftliche jährliche Bewegung dieserPlaneten von West gen Ost sehr gut erklärt wird.
Da ferner die von der Sonne entfernteren Theile eines auf dieseWeise entstandenen Planeten, wegen der Notation des ganzen Sonnen-körpers, eine größere Geschwindigkeit hatten, als die dem Kern näherenTheile, so mujzte hieraus auch eine Notation dieser Planeten um ihreArr, und zwar in der Richtung ihrer jährlichen Bewegung folgen, wo-durch auch die gemeinschaftliche Richtung der täglichen Rotation dieserPlaneten auf eine sehr einfache Weise dargestellt wird.
Diese Planeten^ die ans der Verdichtung der benachbarten Theileeiner Schichte der Sonnenatmosphäre entstanden, werden anfangs, wodie ihrem Innern zukommende Temperatur noch immer sehr hoch gewe-sen seyn mag, einen viel größeren Raum eingenommen, und sich, wieoben die Sonnenatmosphäre selbst, durch allmählige Abkühlung zu einemdichtern Kern, mit einer eigenen Dunsthülle, ausgebildet haben, wodann die allmählige Abkühlung der äußersten Schichte dieser Planeten-atmvsphäre ganz auf dieselbe Art die Satelliten erzeugen konnte, wieoben die Planeten selbst aus der Sonnenatmosphäre erzeugt wurden.
Bei der Absonderung der sich allmählig abkühlenden Schichten vonder übrigem inneren Atmosphäre der Sonne, mußte die Masse, aus wel-cher diese Schichten bestanden, durch die Rotation der Sonne gegen denAequator derselben hingetrieben werden, wodurch die oben erwähnte Er-scheinung erklärt wird, daß nämlich die Bahnen aller Planeten nur.inder Nähe des Sonnenäquators angetroffen werden, oder daß ihre Nei-gungen gegen die Ebene dieses Aequators sämmtlich sehr klein sind.
Wenn sich die äußerste Kngelschaale der Sonnenatmvsphäre in Ge-stalt einer bereits mehr erkalteten, aber immer noch sehr erwärmtenFlüssigkeit, durch die Notation des Svnnenkörpers, auf eine für alleTheile dieser Schichte gleichmäßige Art zu dem Aequator herabsenkt,ohne sich in ihren einzelnen Partien zu trennen, und wenn auch die Con-glomeration der Masse dieser Schichte um ihren neuen Kern mit unge-störter Regelmäßigkeit vor sich geht, so wird ein flüssiger, später durchweitere Abkühlung sich consolidirender Ring um diesen Kern entstehen.Aber die Regelmäßigkeit, die zur Bildung eines solchen Ringes noth-wendig ist, wird eine Erscheinung dieser Art immer sehr selten machen,daher wir auch in unserem ganzen Sonnensysteme nur ein einziges Bei-spiel eines solchen Ringes, bei Saturn, antreffen. In den meisten Fäl-len wird der Ring schon in den ersten Zeiten seiner Bildung in mehrereabgesonderte Massen bersten, die dann für sich, als die Satelliten desneuen Planeten, ihren Weg um denselben zurücklegen.
Dieselbe Regelmäßigkeit der Bildung der Planeten würde, wenn siein der That Statt gehabt hätte, die Planeten vollkommen in die Ebenedes Sonnenäquators, und die Satelliten genau in die Ebene der Aequa-toren ihrer Hanptplaneten gelegt haben, so wie sie auch die Bahnenaller dieser Körper zu vollkommenen Kreisen gemacht haben würde.Jede kleine Störung dieser Regelmäßigkeit wird aber Veränderungen inden Neigungen sowohl, als auch in den Epcentricitäten dieser Bahnenhervorgebracht haben, und es scheint, daß diese Störungen nie großgenug gewesen sind, um das eine oder das andere dieser beiden ElementeZu stark von ihrem ursprünglichen Zustande zu entfernen, daher wir dieNeigungen sowohl, als auch die E.rcentricitäten aller Planetenbahnen inso enge Gränzen eingeschlossen finden.
Nach dieser Hypothese, die mit den früher (II. §. 256) mitgetheiltenErscheinungen bei den Nebelmassen des Himmels sehr wohl übereinstimmt^