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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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564
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Massen und Nichtigkeiten der Himmelskörper. §. 5354.

, Oder auch umgekehrt: Der Stern fällt in seiner Entfernung

von 20 Erdweiten in einer Secunde durch 0.1 Fuß. Er würde daher,wenn er seinem Centralftern zwanzigmal näher, d. h. so nahe, als dieErde der Sonne wäre, in derselben Zeit durch 400mal 0.1, das heißtdurch 40 Fuß fallen, woraus wieder folgt, daß die Masse des Central-körpers sich zu der Sonnenmasse verhält, wie 40 zu 0.009129 oder wie4380 zu 1, wie zuvor.

H. 53. (Größe der Himmelskörper.) Wir haben bereits oben (!. Kap.5.) die Mittel angezeigt, deren sich die Astronomen bedienen, die Ent-fernungen der himmlischen Körper von der Erde zu finden. Wenn abereinmal diese Entfernung, z. B. in Meilen, bekannt ist, so braucht mannur noch den Winkel zu beobachten, unter welchen uns der Halbmesserdieser Körper erscheint, um sofort auch die wahre Größe dieses Halb-messers in Meilen zu erhalten. Man multiplicirt nämlich diesen Win-kel durch die gegebene Entfernung, und durch die bekannte Zahl 0.000004848(H. 48), und das Produkt ist der Halbmesser des Gestirns in Meilen.So erscheint uns der Halbmesser der Sonne unter dem Winkel von 996Secunden, und ihre Entfernung von der Erde beträgt 20658000 Meilen,also beträgt auch der wahre Halbmesser derselben 99750 Meilen. Danun der Halbmesser der Erde bekanntlich 859 Meilen hat, so ist derHalbmesser, also auch der Durchmesser der Sonne, nahe I16mal größer,als jener der Erde. Da ferner die Oberfläche der Kugeln sich wie dieQuadrate, und die Inhalte oder Volumina derselben, wie die Würfelihrer Halbmesser verhalten, so ist die Oberfläche der Sonne I3456malgrößer, als die der Erde, und ihr Volum ist I560000mal größer, alsdas der Erde. Eben so findet man das Volum Saturns 928, und dasJupiters I330mal größer, als das Volum der Erde.

H. 54. (Dichtigkeit der Himmelskörper.) Nachdem wir nun das V 0-lum sowohl, als auch die Masse der Himmelskörper kennen gelernthaben, wird es keine weitere Schwierigkeit mehr haben, auch die Dich-tigkeit derselben oder das Verhalten des Stoffes, aus dem sie beste-hen, zu dem unserer Erde zu bestimmen. Die Dichtigkeit eines jedenKörpers ist nämlich nichts anders, als das Verhältniß seiner Masse zuseinem Volum, indem die Dichte derselben offenbar in demselben Ver-hältnisse größer werden muß, in welchem die Masse bei demselben Vo-lum größer, oder in welchem das Volum bei derselben Masse kleinerwird. Man darf daher nur die Masse eines Körpers durch sein Volumdividiren, um die Dichtigkeit desselben zu erhalten.

So fanden wir oben für unsere Sonne die Masse 338980, und dasVolum 1560000, wenn Masse und Volum der Erde als Einheit voraus-gesetzt wird. Also ist auch die Dichte der Sonne 0.22, oder nahe '/» vonder Dichte der Erde. Die Masse Saturns wurde oben gleich 100 odergenauer 95, und das Volum dieses Planeten gleich 928 von dem derErde gefunden, also ist auch die Dichte Saturns 0.12 oder nur der zehnteTheil von der Dichte der Erde. Die Dichte unserer Erde aber, dieselbeim Ganzen betrachtet, ist nach Maskelyne's Versuchen 4.5, und nachCavendish sinnreichem Experimente 5.2 der Dichtigkeit des reinen Was-sers, welche beide Zahlen man im Mittel zu 4.85 oder nahe 5 nehmenkann.

Nimmt man die Dichtigkeit der Erde als Einheit an, so findetman für die Dichtigkeiten der Himmelskörper unseres Systemes folgendeZahlen:

Sonne 0.22 Saturn 0.12

Uranus 0.20 Jupiter ....... 0.22