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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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556
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Massen und Dichtigkeiten der Himmelskörper. §. 4«-47.

Kraft, wie groß müßte die anfängliche Geschwindigkeit seyn, um zu die-sem Zwecke zu gelangen?^

Die Antwort auf diese Frage ist für die, welche nur mit den erstenElementen der Mechanik bekannt sind, sehr leicht. Wenn man dieFallhöhe der Körper in der ersten Secunde mit dem Durchmesser desPlaneten multiplicirt, und aus der so erhaltenen Zahl die Quadratwur-zel nimmt, so hat man die gesuchte anfängliche Geschwindigkeit der inFrage stehenden Kugel.

Für die Erde z. B. ist jene Fallhöhe 15 Fuß. Der Halbmesser der-selben aber ist 1964240V Fuß. Wird also die letzte Zahl zweimal ge-nommen, und durch 15 multiplicirt, so erhält man 589272000, und vondieser Zahl ist die Quadratwurzel 24275.

Unsere Kanone müßte also eine Ladung erhalten, nach welcher dieKugel in der ersten Secunde ihres Laufes einen Weg von 24275 Par.Fuß zunicklegte. Davon sind aber unsere Kanonenkugeln, die höchstens700 Fuß in der ersten Secunde zurücklegen, noch sehr weit entfernt.

Die Mondsbewohner aber, vorausgesetzt, daß sie mit bessern Ge-schützen versehen sind, könnten einen solchen Versuch, der für uns nochunmöglich ist, schon viel leichter ausführen; denn da bei ihnen dieSchwere der Körper nur den fünften Theil unserer Schwere beträgt, sowird auch schon der fünfte Theil jener Ladung hinreichen, die Kugel zueinem Satelliten des Mondes, zu einem Monde des zweiten Ranges zumachen. Eine anfängliche Geschwindigkeit von 5000 Fuß würde dieseKugel bereits um den Mond herum treiben. Da aber auch diese Ge-schwindigkeit über siebenmale größer ist, als die von unsern Kanonenerzeugte, so werden auch sie noch einige Schwierigkeiten bei der Aus-führung dieses Experiments zu überwinden haben, besonders wenn sie,wie man vermuthen darf, noch nicht so weit, wie wir, in der Ballistikvorgerückt seyn, oder wenn sie vielleicht am Ende noch ganz und garkeine Kanonen haben sollten.

tz. 46. (Vortheile der Mondsbewohner. ) Immer aber werden sichdie Seleniten in allen den Fällen eines großen Vortheiles über uns zuerfreuen haben, wo es sich darum handelt, der Kraft der Schwere entgegenzu arbeiten. Wenn sie z. B. ihre Wagen, ihre Hebel, ihr Rad an derWelle u. dgl., durch elastische Federn, durch entwickelte Dämpfe, durchihre eigene oder durch die Muskelkraft ihrer Thiere in Bewegung setzenwollen, so werden sie mit einem fünfmal geringeren Kraftaufwands schonihr Ziel erreichen. So würden unsere Pferde auf dem Monde, unterübrigens gleichen Umständen, viel größere Lasten zu ziehen und ohne zuermüden viel schneller laufen können, als auf der Erde, und die Gro-tesque-Tänzer des Mondes, wenn es solche gibt, und wenn sie dieselbeMuskelkraft, wie die unsern, besitzen, werden mit derselben Anstrengungschon fünfmal höhere Sprünge machen können, weil sie auch nur durcheine fünfmal geringere Kraft zu ihrer Erde zurückgezogen werden.

H. 47. (Meteorsteine ) Man hat in den neuern Zeiten die Vermu-thung aufgestellt, daß die Steine, welche öfter unter heftigen Detonatio-nen aus der Luft zur Erde fallen, und die unter der Benennung vonAerolithen oder Meteorsteinen bekannt sind, Produkte der Vulkane desMondes seyn mögen.

Wenn man, um die Sache ganz einfach darzustellen, von der Be-wegung des Mondes sowohl, als auch von jener der Erde abstrahlet undannimmt, daß der Wurf eines solchen Steines gerade gegen die Erdehin gerichtet sey, so ist es leicht, denjenigen Punkt zwischen Mond undErde zu finden, wo dieser Stein von dem Monde ganz eben so stark,