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Dies? Resultat ist, als Ergebnis? der Rechnung, völlig gewiß, wennanders die obige Voraussetzung, auf welche diese Rechnung gegründetist richtig ist, daß nämlich die Attractivnskrafl der Erde sich verkehrt,wie das Quadrat der Entfernung, verhält. Allein ist diese Voraussetzungauch in der That richtig? — Dieß eben soll hier entschieden werden, undzwar durch unmittelbare Beobachtungen, durch Beobachtungen an demMonde entschieden werden. Wenn uns diese Beobachtungen zeigen konn-ten, daß der Mond in der That in jeder Secunde durch V.V04I4 Fußzur Erde fällt, so ist unsere Voraussetzung richtig, und das Gesetz derAnziehung der Erde, das Gesetz der Schwere ist durch Experimente nach-gewiesen und muß sonach als wahr anerkannt werden.
Allein wie sollen uns die Mondesbeobachtungen zeigen, daß dieserHimmelskörper in der That in jeder Secunde so viel zur Erde fällt?Wir sehen ihn nicht fallen, und wenn er auch in der That fallen sollte,so haben wir kein Mittel, die Große dieses Falls zu messen. Alles, waswir von seiner Bewegung aussen, ist, daß der Bogen, den er in jederSecunde um die Erde beschreibt, 2721.59 oder auch 3134.6 Fuß beträgt,je nachdem wir den Halbmesser der Erde nach Newton oder nach Picardannehmen. Was soll aber aus diesem Bogen für den Fall des Mon-des zur Erde folgen?
H. 3V. (Wirkung dieser Attraktion der Erde auf ruhende und auf be-wegte Körper.) Um die letzte Frage zu beantworten, mügen wir in un-serer Untersuchung wieder einige Schritte zurückgehen.
Wenn der Mond durch irgend eine mächtige Hand festgehalten, unddann plötzlich ausgelassen würde, so müßte er ohne Zweifel in einer ge-raden Linie zur Erde fallen, und sich ihr, wie wir gesehen haben, in derersten Secunde um 0.00414 Fuß nähern, ganz aus demselben Grunde,wegen welchem der Stein auf der Oberfläche der Erde in derselben Zeitdurch 15 Fuß fällt, wenn die Hand, die ihn hält, sich wendet und da-durch den Stein seiner bisherigen Unterstützung beraubt. Allein jene un-sichtbare Hand, die vielleicht auch vor Zeiten den Mond festgehalten hat,kann sich nicht bloß gewendet haben, als sie den Mond sich selbst odervielmehr der Wirkung der Erde überließ, sondern sie muß ihn, als sieihn seinem ferneren Schicksale überlassen wollte, mehr als nur ausgelas-sen, sie muß ihn aus der Hand geworfen haben, und die Richtungdieses Wurfes muß, nicht auf die Erde zu, sondern seitwärts gegangenseyn, weil sonst der Mond wieder in einer geraden Linie zur Erde her-abgefallen wäre, was er doch nicht gethan hat, da er vielmehr, wie wirsehen, einen Kreis um die Erde beschreibt.
Die Existenz dieser Bahn, die uns vor Augen liegt, führt uns da-her auf zwei Voraussetzungen, ohne welche jene Bahn sich nicht als mög-lich denken läßt. Der Mond muß nämlich von zwei verschiedenen Kräf-ten in Bewegung gesetzt werden, von einer ersten ursprünglichen, voneiner Wurfkraft, und von der im Mittelpunkte seiner Bahn ruhen-den Centralkraft oder von der Anziehungskraft der Erde. Jene isteine nur im ersten Augenblicke wirkende Kraft, gleich der eines Stoßes,diese aber eine immerwährend thätige, und noch jetzt in jedem Augen-blicke wirkende Kraft. Jene konnte alle mögliche Richtungen haben, nurnicht die gerade zur Erde hin, weil sonst der Mond auf die Erde gefal-len wäre; diese aber hatte, und hat noch, ihre Richtung gegen den Mit-telpunkt der Erde. Jene allein würde den Mond in irgend einer gera-den Linie im Weltraume fortgeführt, und diese allein würde thu, eben-falls in einer geraden, aber zur Erde gerichteten Linie auf diese Erdegeworfen haben, und beide zusammen endlich leiten ihn in der krum-
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