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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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528
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HHL Eigenschaften der Körper. §. 20.

der Fall ist, nach welchem Gesetze ändert sich dann diese Kraft in ver-schiedenen Entfernungen?

H. 20. (Allgemeine Bemerkungen über diesen Gegenstand.) Diese Frageist noch zu beantworten übrig, und die Antwort darauf soll der Gegen-stand des folgenden Kapitels seyn. Ehe wir aber dahin übergehen, wol-len wir noch bemerken, daß auch das meiste von dem, was den Inhaltdes gegenwärtigen Kapitels ausmacht, auf Sätzen beruht, die wir nichtstreng beweisen, sondern vielmehr nur als Axiome annehmen können,zufrieden, wenn die darauf gebauten Folgerungen den äußern Erschei-nungen der Natur, d. h. unsern Beobachtungen derselben vollkommenentsprechen. Daß ein Körper ruht, so lange keine äußere Kraft auf ihnwirkt, und daß ein Körper, der, auch nur durch einen augenblicklichenImpuls in Bewegung gesetzt, sich immerfort gleichförmig und in einergeraden Linie bewegen muß, so lange er durch keine andere Kraft darangehindert wird dieses Axiom, das unter der sonderbaren Benennungdes Princips der Trägheit der Materie bekannt ist; daß ferner jedeAenderung einer schon statt habenden Bewegung der sie erzeugendenKraft proportional ist; daß bei jeder solchen Kraftäußerung zwischenjwei Körpern die Wirkung des einen immer der Gegenwirkung des an-dren gleich seyn soll diese und mehrere andere (Sätze, welche manals die Grundsätze unserer Dynamik aufstellt, sind, so wahr sie auch ansich seyn mögen, keines eigentlichen Beweises fähig und in sich selbstnoch manchen Dunkelheiten unterworfen. Da die Körper, wie wir an-nehmen, ohne die Wirkung einer äußern Kraft sich nicht bewegen kön-nen, wie sollen sie sich doch, derselben Annahme gemäß, ohne äußereKraft in dieser Bewegung erhalten? Nehmen wir vielleicht dabei still-schweigend an, daß die Bewegung etwas der Materie Eigenthümlichessey? Es mag so seyn, immerhin: aber muß es auch so seyn? Istdieses auf den Körper einwirkende Wesen selbst nichts Körperliches mehr,oder gehören beide ihrer innern Natur nach zusammen, oder endlich listdas, was dem Körper seine Bewegung, gleichsam sein Leben mittheilt,etwas Analoges mit derjenigen, uns eben so wenig bekannten Kraft,die, nur anders modificirt, auch die Ursache des organischen Lebens, derPflanzen und Thiere, die Ursache des Wachsthums und der Gährungund vielleicht selbst die eigentliche Quelle aller unserer geistigen Opera-tionen bildet? Was wissen wir von allen diesen Dingen, über diewir nur eben noch fragen können, und wie viel mehr mag noch zurückseyn, worüber uns unsere Sinne und selbst unsere lebhafteste Phantasienicht einmal mehr fragen kann ? Auch andere Wissenschaften, ja selbstdie Mathematik, geht von solchen Axiomen, von ersten Grundsätzen aus,über die sich nichts weiter mehr ausmachen läßt und die gleichsam wieGlaubenssachen angenommen werden müssen, um auf ihnen, als aufeiner Basis, weiter zu bauen. Diese Basis selbst aber ist kein weitererGegenstand weder der Erfahrung, noch der Vernunft, sie ist die Gränzeoder vielmehr die absolute Scheidewand aller unserer geistigen Thätigkeit.