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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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519
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§. loi!. Eigenschaften der Körper. Z19

kleinsten Theile eines jeden einzelnen Körpers unter sich verbindet, undohne welches jeder Körper, jedes Atom des Körpers, eine Welt für sichausmachen würde, ohne Zusammenhang und Wechselwirkung auf andere.

Dieses magische Band, dieses räthselhafte Wesen, was da macht, daßjedes Atom der Materie, daß jeder Körper alle anderen an sich zu zie-hen sucht, nennen wir, obschvn wir dapelbe nicht weiter kennen, derKürze wegen, die Kraft dieses Körpers, nicht sowohl, um dadurch dieSache selbst, als vielmehr nur die uns sichtbare Wirkung derselben zubezeichnen. Wir bemerken eben so wenig den unsichtbaren Faden, derden fallenden Stein zur Erde herabzieht, als wir das Seil bemerken, anwelchem sich die Erde um die Sonne, oder der Mond um die Erdeschwingt, und wir wissen eben so wenig von dem, was ein Körper, wasMaterie überhaupt ist, als wir einsehen, wie diese Körper auf einanderwirken oder sich gegenseitig in Bewegung setzen können. Die Entdeckung- dieser Dinge wollen wir daher auch fernerhin dem Scharfsinne unsererMetaPhysiker überlassen, die ohnehin, seit die Erde steht, noch keine ein-zige nützliche gemacht haben. Wir wollen uns dafür begnügen, die Wir-kungen dieser Ursachen näher kennen zu lernen und durch diese Kennt-nisse, verbunden mit der allein untrüglichen mathematischen Analyse,auf dem Wege reiner und vorurtheilsfreier Beobachtungen so viel vonden Geheimnipen der Natur zu erforschen, als sie eben den menschlichenKräften zu gönnen für gut gefunden hat.

H. IN. (Molecular- und allgemeine Anziehung der Körper.) Zuvörderstwollen wir bemerken, daß diese Kräfte, mit welchen die Körper aufein-ander wirken, zweierlei wesentlich von einander verschiedener Art zu seynscheinen. Die einen wirken nur zwischen den kleinsten Atomen eines unddesselben Körpers. Ihr Wirkungskreis ist daher, in Beziehung auf ihre ""

Ausdehnung im Raume, sehr beschränkt, und sie erzeugen dadurch das,was wir Zusammenhang, Festigkeit und Dichte dieser Körper nennen.

Die andern aber wirken von einem Körper zum andern, selbst auf sehrgroße Entfernungen, und diese sind es, welche die Bewegungen dieserKörper um und gegen einander, auf der Oberfläche unserer Erde sowohl,als auch in jenen Höhen über uns hervorbringen. Jene Kräfte nenntman die Molecular-Anziehnng, während diese die allgemeineAttraction oder auch die allgemeine Schwere (Gravitation) genanntwird.

H. 11. (Nähere Betrachtung der Molecularkräfte.) Die Molecular-kräfte sind uns, selbst in ihren Wirkungen, noch sehr wenig bekannt,aber ihr Daseyn ist darum nicht weniger gewiß, da wir, ohne sie, die W A

uns von allen Seiten umgebende Welt nicht so sehen könnten, wie sieuns in der That erscheint. Wenn diese Kräfte nicht existirten, so wurdedie ganze Natur nur ein verworrenes Aggregat unter einander geworfe-ner Atome, einem Sandhaufen ähnlich, seyn, ohne Gestalt, Zusammen-hang und Bewegung. Es würde keine festen, keine flüssigen, keine luft-förmigen Körper mehr geben; Licht und Wärme würden nicht mehr diewundervollen Wirkungen auf dieselbe hervorbringen; alle organische We-sen und das Leben selbst, so weit es diese Wesen beseelt, wurde aus derNatur verschwinden. Die einzelnen Elemente jenes chaotischen Haufenswürden in keiner weiteren Beziehung zu einander stehen , ihren einmaleingenommenen Ort nicht mehr ändern, und an die Stelle des regen Le-bens und der immerwährenden Bewegung, die wir jetzt in allen Theilender Natur bewundern, würde eine öde, allgemeine Ruhe und die Stilledes Grabes treten. ^ ^ ^

Wenn wir daher auch die Art, auf welche diese Kräfte wirken, nicht