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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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§. 67. Eigenschaften der Körper. Zig

den, daß das, was wir Undurchdringlichkeit der Materie nennen, viel-leicht den Körpern selbst nicht eben nothwendig zukömmt. Wir schließenihr Daseyn nur aus Erfahrungen, denen wir dann, durch Jnduction,eine allgemeine Gültigkeit geben. Aber man könnte vielleicht auch Er-fahrungen für das Gegentheil anführen, z. B. die Wirkungen des Lichts,der magnetischen und electrischen Materie u. f. w. Zwar suchen wir unshier mit den Poren der Körper zn helfen, aber diese sind doch nur wie-der angenommen, weil wir die Materie an sich, vielleicht mit Unrecht,für undurchdringlich halten. Glücklicher Weise hängen von diesen, nichtsowohl physischen als vielmehr metaphysischen Speculationen unsere Kennt-nisse der äuperen Erscheinungen der Natur nicht ab, und nur mit die-sen letzten beschäftiget sich der eigentliche Naturforscher.

§. 5. (ll. Compresstbilität.) Durch Druck oder Schlag können diemeisten Körper in einen engeren Raum gebracht werden. Ihr Volumnimmt ab, ohne daß die Anzahl ihrer kleinsten Theile vermindert wird.Dieser Druck muß daher die Größe der Poren dieser Körper vermindern,oder er muß die Theile dieser Körper einander näher bringen. Wenn sie!nachdem der Druck aufgehört hat, ihre frühere Gestalt mit einer gewis-sen Kraft wieder anzunehmen sich bestreben, so nennt man diese KraftElasticität. Alle elastische Körper müssen daher compressibel seyn,aber nicht alle compressible Körper sind elastisch.

H. 6. (I!I. Ausdehnbarkeit.) Beinahe alle Körper nehmen, wenn sieerwärmt werden, einen größeren Raum ein, als sie bei einer geringerenTemperatur eingenommen haben. Dasselbe thun alle luftförmige Körper(Gase), wenn sie von dem auf sie lastenden Drucke befreit werden. Durchdiese Ausdehnung muß daher die Dimension der Poren der Körpervergrößert werden. Eine schlaffe, beinahe ganz luftleere Blase schwilltauf, wenn sie mit wohl verschlossener Oeffnung auf einen erwärmtenOfen gebracht wird, und sinkt wieder in ihren vorigen Zustand zurück,wenn die in ihr verschlossene Luft auskühlt. Die eisernen Schienen un-serer Wagenräder werden gewöhnlich etwas kleiner, als die Peripheriedes Rades von Holz gemacht, aber durch starke Hitze vergrößert, passensie genau auf das Holz, welches sie noch nach der Äuskühlung so starkanziehen, daß sie, selbst ohne Befestigung durch Nägel, lange auf demRade festhalten können. Wenn sich Flaschenstöpsel nicht ohne Gefahrfür die Flasche ausziehen lassen, so umwindet man den Hals derselbenmit in heißes Wasser getauchten Tüchern, wodurch die Oeffnung der Fla-sche erweitert und der Kork ohne Mühe herausgebracht wird. Als indem Gebäude des Oouser-valoire zu Paris die beiden gegen-

überstehenden Seitenwände an ihren oberen Stellen auswärts gewichenwaren, ließ Mvlard sie durch mehrere eiserne Stangen verbinden, diedurch beide Mauern gingen und au ihren äußersten Enden mit Schrau-ben versehen waren. Wenn diese Stangen durch untergestellte Lampenerhitzt und verlängert waren, wurden die Schrauben näher an dieMauern gedreht, und dadurch die Wände von den bei ihrer Verkühlungsich wieder verkürzenden Stangen einander näher und durch wiederholteVersuche endlich ganz in die frühere senkrechte Lage gebracht.

tz. 7. (IV. Theilbarkeit.) Alle Körper von noch merkbarem Volum,stlbft die kleinsten, lassen sich, der Erfahrung gemäß, in noch kleineretheile trennen. Diese Theilung geht, unseren Beobachtungen zu Folge,ungemein weit und vielleicht selbst ins Unendliche. Newton lehrte unsder erste die ungemein geringe Dicke mancher durchsichtigen Flächen ken-nen und selbst berechnen, indem er die Farben, welche sie bei verschiede-nen Dicken zurückwerfen, zu diesem Zwecke benutzte. Eine Seifenblase ist

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