§. 244-245. Sterngruppen und Nebelmassen des Himmels. 49z
Herschel bat die Flächenräume aller von ihm beobachteten Nebel die-ser Art in eine Summe gebracht und diese über 200 Quadratgrade großgefunden, ;o da>; daher die Menge des in dem Weltraume zerstreutenNebels in der That an das Ungeheure zu gränzen scheint.
H. 244. (Größere, unregelmäßige Nebel.) Diese Gattungen von Ne-beln sind zwar kleiner, als die vorhergehenden, übertreffen aber doch dieOberfläche der Sonne oder des Mondes oft noch vielmal; sie sind über-dies; an ihrem Rande meistens schärfer begränzt und haben gewöhnlicheine noch sehr unregelmäßige Form. Oefter entdeckt man an ihnen auf-fallend hellere Stellen, in welchen das Licht gleichsam concentrirt er-scheint, und diese Stellen sind meistens abgerundet oder nahe kreisförmig.
Einen solchen Nebe! sieht man z. B. in .V!» 12^ 5", b» — 74°9". Er hat die Gestalt eines laugen, an seinen Enden unregelmäßigenStreifens von 10 Min. Länge und nahe bei seiner Mitte eine helle,kernartige Stelle. Einen noch viel größeren sieht man in Xkl 2tL-53", — 40° 20", dessen Gränzen aber sehr schwach und unbestimmtsind. In Xk --- 8" 30' und — 419° 21" ist ein vielleicht durch stär-kere Fernröhre auflösbarer Nebel, der die Gestalt des Buchstabens Xhat und sich über sechs Minuten im größten Durchmesser erstreckt. InXU ^ 18^ 11", U 100° 15" ist ein anderer großer Nebel, der dieGestalt eines 42 hat. Einige Stellen desselben sind in der That inSterne auflösbar. Auch hat er zwei andere große, runde und lichteStellen, deren Beleuchtung gegen die Mitte sehr zunimmt. XU 20^39", U — 59° 54" bei x Schwan; ein langer, gewundener Streifen, milch-farbig, 30 Min. lang; nahe nördlich über ihm ein anderer schwächererund schlangenförmiger Nebel. In XU — 20^ 49", U — 58° 57" endlichist ein über einen Grad langer Nebel, dessen eine Hälfte gabelförmiggespalten ist. An der Stelle, wo diese Spaltung beginnt, sieht man vierSterne, die ein Trapez unter sich bilden. Dieser sonderbare Himmels-körper ist nur ohne Beleuchtung mit den besten Fernröhren sichtbar, unddie ihn begränzende Umgegend ist ganz mit einem schuppenartigen Nebelüberzogen.
H. 245. (Nebel mit helleren Theilen.) In sehr vielen Nebeln be-merkt man einen, oft beträchtlich großen lichten Theil, der sich durchseine hellere Farbe von den übrigen sehr unterscheidet. Gewöhnlich istdieser hellere Theil, dieser Kern des Nebels, nahe kreisrund, besondersbei jenen, wo das Licht in denselben sehr stark ist und gegen den Mit-telpunkt des Kerns schnell zunimmt. Man trifft diese Kernnebel sel-ten allein, sondern gewöhnlich in ganzen Heerden am Himmel an, gleich-sam als wenn sie aus den Nebeln der vorigen Arten durch Zerreißung,durch Trennung, oder durch eine theilweise Condensation des Nebelstof-fes entstanden wären. Herschel sah oft in einer halben Stunde überdreißig solcher Nebel durch das Feld seines unverrückten Telescops ziehen.Eines der größten Lager derselben geht durch das Haar der Berenice,durch den großen Bären, die Andromeda und durch den nördlichen Fischbis zu dem Kopf des Centaurs und ist in dieser ganzen gewaltigen Aus-dehnung überall reich an solchen Kernnebeln. Einige unter ihnen habenauch zwei und selbst mehr solche lichte Kerne, wie nur jchon kurz zuvorbei jenem von der Gestalt des 42 angeführt haben. Ein anderer ist inXk ^ 95 22", p ---- 67° 45", elliptisch gebaut und über drei Minutenlang, der entweder zwei hart an einander stehende Kerne hat, oder selbstein Dvppelnebel ist. Auch der in Xk — 12^ 7", l? — 52° 44" hat einendoppelten hellen Kern. Fig. 76 Nro. 11.