§. 214.
Doppelsterne.
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er uns dock die Linie m8n hin und zurück mit einer veränderlichen Ge-schwindigkeit zurückzulegen scheinen. Wenn er für uns in der Nähe derMitte 11 dieser Linie ericheint, wenn er also in der That in dem Punkte^4 oder l! seiner 2>ahn ist, so wird die Richtung seiner Geschwindigkeitsenkrecht auf die Gesichtsliuie stehen, und daher diese Geschwindig-keit selbst am gröstten erscheinen. Wenn er aber in der Nähe der beidenEndpunkte in und u dieser Linie ankömmt, so ist die Richtung seinerBewegung nahe dieselbe mit der Richtung der Gesichtslinie Mir öder Mi,daher uns hier seine Geschwindigkeit am kleinsten erscheinen wird. Alleindiese Verschiedenheit der bloß scheinbaren Geschwindigkeiten wird ihnnicht hindern, die Hälfte dieser Linie Oui hin und zurück doch in der-selben Zeit zu durchlaufen, mit welcher er die andere Hälfte zurück-zulegen scheinen wird. Diese 'Unterschiede der Geschwindigkeiten werdenalso auf die Zeiten, in welchen der Satellit die beiden Hälften ^4mLund Lu4. seiner Bahn zurücklegt, keinen Einfluß haben.
Allein wenn dieser Halbmesser der Bahn so groß seyn sollte, daßselbst das Licht noch mehrere Tage und vielleicht Monate brauchte, umihn zu durchlaufen, dann würden die beiden beobachteten Zeiten der hal-ben Revolutionen durch die erste Hälfte der Bahn, und durch diezweite I5u4 derselben, uns nicht mehr gleich, sondern die erste würdeuns größer, als die zweite erscheinen.
Um dieß besser zu übersehen, wollen wir annehmen, der Sternsatellitbrauche genau 1000 Tage, seine ganze Umlaufszeit um den Centralstern0 zu vollenden und der Halbmeyer 04, oder OL seiner Bahn betrage36200 Millionen N/eilen, die das Licht in 10 Tagen zurücklegt. Wennwir ihn heute in dem Punkte 4 seiner Bahn, also bei dem CentralsternO sehen, so wird er von heute in 25«) Tagen den vierten Theil seinesUmkreises zurückgelegt haben und daher in dem Punkte m seyn. Alleindieser zweite Punkt m ist nahe um den Halbmesser der Vatellitenbahnvon der Erde ^ weiter entfernt, als der erste Punkt 4, und da dasLicht 10 Tage braucht, diesen Halbmeyer zu durchlaufen, so würden wirihn nicht nach 250 Tagen, sondern um 10 Tage später, also erst in 260Tagen nach jener Epoche, in dem Punkte ni ankommen sehen, weil näm-lich das von ihm in dem Augenblicke, wo er in in ankömmt, ausgesen-dete Licht erst in 10 Tagen nach dem Eintritt des Sterns in in, bei derErde in 1 ankommen kann, oder weil wir die Botschaft dieser Ankunftdes Sterns in in erst in 10 Tagen nach derselben durch das Licht erhal-ten können. Dasselbe wird auch von dem Punkte L gelten, von welchemdas Licht bis zu uns zu komme«, 10 Tage mehr, als von in, also auch20 Tage mehr als von .4. brauchen wird. Die Folge davon ist, daß derSatellit die erste Hälfte seiner Bahn 4in!5, oder daß er die geradeLinie ()-n hin und zurück, nicht in 500 Tagen, wie er in der That thut,sondern für uns erst in 520 Tagen zurückzulegen scheinen wird.
Der umgekehrte Fall wird in der zweiten Hälfte Li.i4 seinerBahn eintreten. Wenn wir nämlich den Satelliten am 520sten Tagenach der ersten Beobachtung in dem entferntesten Punkte «einer Bahn,oder wieder bei seinem Centralstern O erblicken, so wird er nach weite-ren 250 Tagen zwar in der That genau den vierten Theil seiner Bahnzurückgelegt haben, aber für uns wird er in derselben Zeck einen größe-ren Bogen zu durchlaufen scheinen, weil nämlich das Licht, so wie derSatellit von V nach n vorrückt, immer einen kürzeren Weg, bis zu unszu gelangen, haben, also auch immer eine kürzere Zelt dazu verwendenwird. Er wird uns daher wieder in 10 Tagen früher in n und 20 Tagefrüher in 4 erscheinen, als dieß geschehen würde, wenn entweder der
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