Druckschrift 
Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
432
Einzelbild herunterladen
 

5

'

«

!

kv.-i

ck

j?'

: !!'

4Z2

Kometen.

§. 17S.

von allen Punkten der Erdbahn nbe entfernt ist. Dasselbe gilt auch von

den beiden Knoten st und f der Encke'schen Bahn, von welcher der einest wohl innerhalb der Erdbahn, aber doch auch, so wie der andere k,immer sehr weit von der Peripherie übe der Erdbahn absteht, in wel-cher letzten allein sich die Erde bewegt.

Allein nicht bloß mit der Erde kann der Biela'sche Komet einmalzusammentreffen, sondern auch, wie schon der bloße Anblick der Zeich-nung zeigt, mit dem Encke'schen Kometen. Diese beiden Kometenbahnenschneiden sich nämlich in dem Punkte e, der beiden Bahnen gemeinschaft-lich ist. Wenn man auf die oben angeführten Elemente dieser beidenKometenbahnen die Rechnung anwendet, so findet man für die gemein-schaftliche Durchschnittslinie 8«; dieser zwei Bahnen den Winkel st8e 47° 15.9' und !>8o 152° 2.4'. Daraus folgt, daß die Entfernungdieser beiden Kometen von der Sonne, wenn sie durch jenen gemein-schaftlichen Punkt e gehen, für den Encke'schen 1 .599 und für den Biela'-schen 1.532 Halbmesser der Erdbahn beträgt. Eine geringe Veränderungdieser Elemente, wie sie durch die Störungen der benachbarten Planetenleicht herbeigeführt werden kann, würde diese beiden ohnehin schon nahegleichen Entfernungen völlig gleich und dadurch ein Zusammenstoßen der-selben möglich machen. Der Punkt des Himmels, in welchem diese Be-gegnung der zwei Kometen Statt finden kann, hat, von der Sonne ausgesehen, die Ringe 21.0° und die nördliche Breite 9.8° und er ist vondem ihm nächsten Punkte der Erdbahn nur 0.655 Halbmesser dieser Bahnoder nur I53V0 Erdhalbmesser verschieden, so daß unsere Nachkommen,wenn jene Begegnung der beiden Kometen um die Mitte des Oktoberssieh ereignen sollte, das seltene, ja bisher noch nie gesehene Schauspieldes Kampfes und vielleicht der gegenseitigen Zerstörung dieser Himmels-körper erblicken würden.

H. 178. (Starke Annäherung des Biela'schen Kometen zur Erdbahn i. I.1852.) Aber so interessant auch ein solches Schauspiel seyn mag, soliegt doch der Conflict des Biela'schen Kometen mit unserer eigenen Erdeuns und unserem eigenen Interesse noch viel näher, als daß wir uns nichtvorzugsweise mit diesem letzten beschäftigen und vor Allem zusehen soll-ten, was wir für uns selbst von ihm zu fürchten haben.

Dieser fatale Komet war schon im Jahre 1826 der Erdbahn ziem-lich nahe gekommen, indem er nur etwa doppelt so weit, als der Mond,von derselben abstand. AUckn am 29sten October 1832 war dieser Kometnur mehr 2'/, Erddurchmesser oder dreizehnmal weniger, als der Mond,von der Erdbahn entfernt und vielleicht noch bedeutend weniger, dadie Elemente desselben noch keineswegs so genau bekannt find, um dieDistanz des Planeten von der Erde mit großer Schärfe angeben zu kön-nen. Von der Erdbahn, sage ich, aber nicht von der Erde selbst,welche letzte zu jener Zeit noch sehr weit von dem Punkte ihrer Bahn,wo der Komet dieser Wahn am nächsten kam, und zwar über dreizehnMillionen Meilen entfernt war. Eine solche Zusammenkunft der Erdeselbst mit dem Kometen kann immer nur, wenn sie sich je ereignen sollte,in den letzten Tagen des Novembers Statt haben, und zu dieser Zeit wari. I. 1832 der Komet schon wieder der Erde sehr weit vorausgeeilt. DieFurcht, welche sich damals vor diesem Kometen verbreitete, war daherdurchaus grundlos, wie auch der Erfolg zeigte.

ueberhaupt ist ein solches Zusammentreffen dieses Kometen mit derErde nur in solchen Jahren möglich, wo der Komet erst in den letztenTagen des Decembers durch sein PeriHelium geht. Dieß geschieht abernicht während dem ganzen Laufe des gegenwärtigen Jahrhunderts. Erst

li?

!

> -5.

!ss"?

-kB"

»i»

Ms u

tB»''''Wr lrlll.'

IM p!j» »litt

/

D

U