tz. >77. Kometen. 4.;^
Planeten beinahe alle sich nahe in der Ebene der Ekliptik bewegen, sokann ein Komet denselben nnr dann im Allgemeinen nahe kommen, wennsein Knoten, der ebenfalls in der Ekliptik liegen muß, der Planeten-bahn nahe liegt. Da dies; hier nicht der Fall ist, so kann auch kein Zu-sammenstoßen dieses Kometen mit einem Planeten zu befürchten seyn,indem die übrigen Punkte der Bahn, außer den beiden Knoten, sämmt-lich schon zu weit über oder unter der Planetenbahn liegen. In demabsteigenden Knoten der Bahn des Encke'stben Kometen ist eine solcheAnnäherung schon eher zu befürchten. Er kömmt nämlich in seinem ab-steigenden Knoten, der nabe in sein PeriHelium fällt, wie die Zeichnungzeigt, der Bahn des Merkur sehr nahe. Wenn daher einmal in derFolge der Zeiten der Komet eben durch sein PeriHelium geht, währendMerkur zugleich in dem diesem Punkte nächsten Theile seiner Bahn sichaufhält, so ist, zwar kein Zusammenstoßen, wie man sieht, aber docheine beträchtliche Annäherung beider Weltkörper vorauszusehen, und dieAstronomen, die dieses schon längst bemerkt haben, wünschen ein solchesEreignis; recht bald zu beobachten, weil sie eben dadurch Gelegenheit zuerhalten honen, die noch immer nicht genau bekannte Masse Merkursdurch die Störungen besser zu bestimmen, welche dieser Planet dann aufden ihm so nahen Kometen ausüben wird.
Ganz anders verhätt sich aber die Sache mit Biela's Kometenbahn.Zieht man auch hier die Knotenlinie durch die Sonne, die nach demVorhergehenden, durch die beiden Punkte 69° und 249° der Länge geht,so sieht man, daß der absteigende Knoten dieser Bahn, der in die Längeron 69 Graden fällt,^ sehr nahe an die Erdbahn zu liegen kommt.Daraus folgt, daß dieser Komet einmal der Erde selbst sehr nahe kom-men kann, wenn er nämlich zu derselben Zeit durch seinen absteigendenKnoten geht, während welcher die Erde in demjenigen Theile ihrer Bahnsich aufhält, der diesem Knoten so ungemeiu nahe liegt. Es fehlt, wiedie Zeichnung, und noch genauer die Rechnung zeigt, nicht viel, daß indiesem Punkte beide Bahnen einander schneiden. Wenn daher einmalder Komet und die Erde zu gleicher Zeit in diesem ihren beiden Bah-nen gemeinschaftlichen Punkte eintreffen sollten, so würden sie sich daselbstbegegnen, sie würden an einander stoßen können, und die Folgen einessolchen Conflictes, ja schon die einer sehr starken Annäherung, würdenwahrscheinlich für uns nicht die erfreulichsten seyn.
Um dieß noch besser zu übersehen, hat man in Fig. 59 die Bahnder Erde ubc?, die des Encke'schen Kometen lief, und endlich die desBiela'schen Kometen in ihrer wahren gegenseitigen Lage verzeichnet.Die Brennpunkte aller drei Bahnen gehen durch die Sonne 8. Die bei-den Kometenbahnen sind gegen die Ekliptik, welche hier durch die Erd-bahn oder durch die Ebene des Papiers dargestellt wird, unter dem Win-kel von IZ Graden geneigt, und man sieht von diesen zwei Kometenbah-nen in der Zeichnung nur denjenigen Theil, der über der Ebene derEkliptik liegt; der aufsteigende Knoten der Encke'schen Bahn ist in f,der absteigende in ll, während der aufsteigende Knoten der Biela'schenBahn in si und der absteigende in u liegt.
Man sieht schon beim ersten Blick auf diese Zeichnung, daß dieBahn des Biela'schen Kometen die Erdbahn in ihrem absteigenden Kno-ten a schneidet, und daß daher, wenn in der Folge der Zeiten diesMKo-met und die Erde zn gleicher Zeit in diesem Punkte a ankommen Mten,ein Zusammenstoß beider Weltkörper herbeigeführt werden würde. Indem aufsteigenden Knoten I» der Biela'schen Bahn ist dergleichen offen-bar nicht zu besorgen, da dieser Punkt k der Kometenbahn sehr weit