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Kometen.
165.
wir die Kometen gewöhnlich beobachten, weil sie da der Sonne undalso auch im Allgemeinen der Erde am nächsten stehen.
Nimmt man also die Nahn der Kometen parabolisch an, so fälltdadurch ein Element, die große Axe, die hier-unendlich groß wird, ganzweg und die Rechnung wird dadurch nngemein erleichtert. In der Thathat man durch diese abkürzende Methode die Bahnen vieler Kometenden Beobachtungen hinlänglich gemäß dargestellt, aber man hat auchzugleich, indem man die große Are der Bahn als unendlich groß an-nahm, sich aller Kenntniß oer Umlaufszeit des Kometen begeben, da inder Parabel keine Wiederkehr desselben möglich ist, und so ist es ge-kommen, daß uns vielleicht mehrere Kometen, selbst von einer kürzerenUmlaufszeit, gänzlich entgangen sind, und daß man sie bei ihrer Wie-derkunft nicht mehr erkannt hat.
ES ist übrigens für sich klar, daß diese Bestimmung der Elementeder Bahn desto genauer seyn wird, je größer der Bogen der Ellipse war,in welchem man den Kometen von der Erde beobachtet hat, weil hier,wie überall, der Schluß von dem Kleinen auf das Große mißlich ist.Es ist daher für diese Bestimmungen sehr nachtheilig, daß wir die Ko-meten, wegen ihrem zu schwachen Lichte, nur in der Nähe der Sonne,also meistens nur in einem sehr kleinen Theile ihrer weit verbreitetenBahnen sehen können, da sie, sobald sie sich weiter von der Sonne, alsoauch von der Erde entfernen, selbst unseren besten Fernröhren sich gänz-lich entziehen. Dieser ungünstige Zufall äußert seine Wirkung ganzbesonders auf die Umlaufszeit der Kometen. Je größer die Ercentrici-tät, desto schwieriger ist die Bestimmung der Umlssnfszeit. Daher disse-riren auch die Astronomen so sehr in ihren Angaben dieses Elements.Für den Kometen von 1769 fand Lepell eine Revolution von 400,Pingrst eine von 1200 Jahren, und Bessel endlich, der die Beobachtun-gen dieses Kometen mit einer besondern Sorgfalt discutirte, sogar einevon 2089 Jahren. Der letzte zeigte zugleich, daß ein Beobachtungsfeh-ler von nur füuf Secunden die Umlaufszeit des Kometen schon um 400bis 500 Jahre ändern kann. Eben so fand Prosperin für den Kometenvon 1779 aus seinen Rechnungen, je nachdem er andere Beobachtungenzu Grunde legte, bald eine Umlaufszeit von 1160, bald von 19000 undendlich sogar eine unendlich große, d. h. eine parabolische Bahn, inwelcher der Komet nie mehr zur Sonne zurückkehrt. Für den bereitsoben erwähnten großen Kometen von 1680 fand Halley eine Umlaufs-zeit von 575 Jahren, während Encke aus seiner sorgfältigen Untersu-chung aller über ihn gesammelten Beobachtungen eine Umlaufszeit von8800 Jahren abgeleitet hat. Diese Beispiele, welche man leicht nochmit andern vermehren könnte,, werden 'genügen, zu zeigen, wie schweres ist, die Umlaufszeiten der Kometen, wenigstens wenn diese einmalmehrere Jahrhunderte umfassen, mit Genauigkeit zu bestimmen.
§. 165. (Kometen von bekannter Umlaufszeit.) Es gibt in der That kein
anderes Mittel, die Umlaufszeit eines Kometen verläßlich zu bestimmen,als die Beobachtung seiner Wiederkehr selbst, wo man ihn an der Identi-tät seiner Elemente mit einem früher da gewesenen Gaste erkennen kann.Von Kometen, deren Umlaufszeit man auf diese Weise bestimmt hat. kenntman jetzt mit Genauigkeit nur vier, deren Namen, nach denen ihrer Ent-decker oder ersten Berechner, und deren Umlaufszeiten folgende sind:Halley's Komet mit einer Umlaufszeit von 76 JahrenÖlberv „ >, » » 74
Encke's ,> „ „ >> „ 3.29
Biela s » >> „ „ „ 6,74 »
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