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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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364
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ZL4 Mond. . ^7.

Uebel, vor der Langweile fürchten, die dort kaum ausbleiben wird, worechts und links von der Strafte gar nichts ist, was die Aufmerk-samkeit des Reisenden auch nur einen Augenblick auf sich ziehen könnte.Durch Stürme allerdings könnte diese Reise nicht wenig befördertwerden. Unsere Orkane legen in einer Secunde gegen 60, ja wohl 100Fuß zurück. Auf den Flügeln eines solchen Sturmwindes würde manalso schon in 136 Tagen an Ort und Stelle ankommen, aber wieankommen! Wer mag wagen, sich einem solchen Geleitsmanne an-zuvertrauen!^ ?war gäbe es noch andere und wohl auch sehr erpeditiveMittel, diese Reise in noch viel kürzerer Zeit zu voltenden. Das Lichtz. B., das in 8 Min. 13 See. von der Sonne bis zu uns kömmt,würde von uns bis zum Mond schon in Secunde, also, wie wirsagen können, in einem untheilbaren Augenblicke kommen. Aber der-gleichen Fahrzeuge sind nicht für uns eingerichtet, die wir nicht bestimmtsind, auf Sonnenstrahlen zu reiten.

Wir muffen also doch wohl wieder zu unsern Luftschiffen zurück-ke hren. Aber auch hier werden sich bald noch andere Hinderniste zei-gen. Unsere Aervnauten haben bekanntlich noch immer kein Mittel ge-sunden, ihr Schiff im kontrairen Winde zu leiten und einer sichern Di-rection zu unterwerfen. Wie leicht ist eS dann möglich, daß uns dieseHerren, statt nach dem Mond, in das große, uferlose Weltenmeer hin-ausführen, nulle; im«ant re'Iiie ffumiffuam, in jenen gränzenlosen Raum,in welchem wir nicht nur den Mono nie erreichen, sondern am Endeselbst noch unsere Erde aus dem Gesichte verlieren würden.

Ja selbst, wenn diese Direction in der Macht unserer Führer stände,welche Richtung sollen sie nehmen, um sicher auf dem Monde anzukom-men? Ich fürchte, diese Herren würden sehr in Verlegenheit kommen,wenn sie diese Frage beantworten und den Kompaß vorzeigen sollten,der ihnen den wahren Weg zum Ziele zeigen wird. Ihr Abfahrtspunkt,die Erde, ist bekanntlich eben so beweglich, wie das Ufer, dem sie ent-gegen steuern sollen. Jene, die Erde, legt in jedem Tage über 335000Meilen um die Sonne zurück, fliegt also mit einer Geschwindigkeit durchden HimmelSraum, die mit der unserer Kanonenkugeln nicht weiter ver-glichen werden kann; und dieser, der Mond, begleitet sie auf ihremWege, indem er stets in großen Spiralen- oder Schlangenlinien um sietanzt und seine Geschwindigkeit jeden Augenblick ändert. Während dieErde in einer einfachen Ellipse jährlich um die Sonne geht, läuft ihrBegleiter in einer Entfernung von 51800 Meilen in derselben Zeit 12V»mal um die Erde, so daß seine wahre Bewegung einer aus 12 bis 13Knoten zusammen geschlungenen Schnur gleicht, die aber so wunderbarverworren ist, daß sie in vielen tausend Jahren nicht wieder in sich selbstzurückkehrt, weil nämlich jene monatlichen Knoten der Mondsbahn mitdieser jährlichen Schnur der Erdbahn kein gemeinschaftliches Maaß ha-ben und jene daher immer in andere Stellen von dieser fallen müssen.

Allein mit dieser Schwierigkeit ist es noch lange nicht gethan. Eineviel größere wird uns die Schwere oder die sogenannte Anziehung derErde sowohl, als auch die deö Mondes selbst, bereiten. Die Schwereder Erde wird nicht zugeben wollen, daß sich das Schiff von ihr ent-ferne, da sie alles fest hält, waS zu ihr gehört, und da wir noch gar keinBeispiel haben, daß ihr etwas von dem, was sie einmal als ihr Eigen-thum erklärt hat, hätte entwendet werden können. Wenn wir aberauch, vbschvn ich durchaus kein Mittel dazu sehe, dieses Hinderniß über-winden und uns heimlich aus dem Bereiche der Erde entfernen könnten,w werden wir, indem wir dann wohlgemuth weiter schiffen, bald darauf