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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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Uranus.

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Abplattung an zwei einander gegenüberstehenden Punkten seines Um-fangs bemerkt bat.

H. 119. (Satelliten des Uranus.) Derselbe vortreffliche Beobachterbat auch jechs Monde entdeckt, die sich um diesen Planeten bewegen.Allein sie sind bisher nur von Herschel selbst gesehen worden, da dieFernröhre aller andern Astronomen zu schwach sind, diese matten Licht-pünktchen erkennen zu laßen. Selbst der jüngere Herschel hat, mit denTelescopen seines Vaters, nur zwei dieser sechs Satelliten des Uranuswieder zu seinem Gesichte bringen können. Ueberhanpt gehören dieseMonde und die zwei innersten des Saturn zu den lichtschwächsten undam schwersten zu sehenden Gegenständen des Himmels, und es wird viel-leicht noch lange dauern, bis wir sie mit unseren dioptrischen Fernröhrenohne Anstand sehen werden, da diese in Beziehung ans die Oeffnungihrer Objective, und also auch auf die Lichtstärke der durch sie gesehenenGegenstände doch noch immer zu sehr hinter den großen Spiegeln derkatoptrischen Fernröhre, wie sie Herschel vorzugsweise gebraucht hat, zu-rück stehen. Demnngeachtet scheinen diese Uranusmonde eine beträcht-liche Größe zu haben, weil sie sonst auch nicht einmal Herschel hättesehen können. Unser Mond, in jene Entfernung versetzt, würde unsnur mehr unter einem Durchmesser von V» Secunde erscheinen, und dasein Licht Zllllmal schwächer seyn würde, so würden wir, auch mit unsernbesten Fernröhren, wohl keine Spur mehr von ihm entdecken können.

120. (Tages- und Jahres-Zeiten des Uranus.) Es ist bereits oben(I. §. 181) bemerkt worden, daß die Bahnen dieser sechs Monde aufder Uranusbahn, die sehr nahe mit unserer Ekliptik zusammen fallt,beinahe senkrecht stehen. Da wir nun bisher bei allen Planeten dieSatelliten derselben sich in der Ebene des Aegnators ihres Planeten be-wegen sehen, und da dieß auch mit der Theorie d-er Entstehung dieserSatelliten übereinstimmt, so werden wir mit großer Wahrscheinlichkeitauch annehmen können, daß der Aeguator des Uranus nahe senkrechtans seiner Bahn steht, oder daß die Schiefe der Ekliptik bei diesemPlaneren nahe 90 Grade beträgt. Wir haben aber bereits oben (I. H.9i) gezeigt, welche Folgen eine solche Einrichtung auf die Klimate undJahreszeiten eines Planeten nach sich ziehen muß. Der Unterschied derKlimate wird nämlich auf Uranus beinahe ganz aufgehoben seyn, dasheißt, es wird in Beziehung auf den Stand der Sonne in verschiedenenTheilen des Jahres einerlei seyn, ob das Land nahe bei dem Aeguatoroder nahe bei den Polen liegt, da jeder Punkt der Oberfläche dieses Pla-neten, selbst die beiden Pole nicht ausgenommen, im Laufe des Jahres

des Uranus, Tag und Nacht einander gleich ist. Allein nur kurze Zeitnach dieser Epoche werden selbst diejenigen, die in der Nähe des Aegna-tors wohnen, schon einen bedeutenden Unterschied in der Länge ihrerTage und Nächte bemerken, und im Anfange des Sommers oder desWinters wird der nördliche oder der südliche Pol die Sonne in seinemZenithe sehen, und die diesen Polen zunächst liegenden Länder werden 42unserer Jahre immerwährend Tag, und eben so lange wieder Nachthaben. Durch diese Einrichtung wird also auch der Unterschied der vierJahreszeiten der größtmögliche seyn, oder mit andern Worten : so weniges, in Beziehung auf Temperatur, Beleuchtung, auf Vegetation u. f.darauf ankommen wird, ob man nahe bei dem Aeguator oder nahe beiLittrvw. ^ 23

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