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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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315
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§. 72.

Venus.

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Bogen ick«', oder um die Parallaxendifferenz weiter westlich sehen, undfürKden Beobachter in X/ wird daher der Durchgang schon vorüber seyn,und zwar wieder so lange Zeit, die wir D nennen wollen, als dieVenus braucht, den Bogen <ck«' der Parallarendifferenz am Himmel zndurchlausen.

Kurz, der Beobachter auf der Oberfläche der Erde in ^ oder.Vwird den Eintritt der Venus später, und den Austritt derselben frühersehen, als der Beooachter im Niittelpnnkte C der Erde, und zwar umdie Zeit I später oder früher. Die ganze Dauer der Erscheinung aberwird für jenen kürzer seyn, als für diesen, und zwar um das Doppeltejener Zeit, oder um die Zeit 2 I".

Dieser Unterschied zwischen dem Ein- und Austritte, oder auch dieserUnterschied zwischen der Dauer, wie er auf der Oberfläche und im Mit-telpunkte di" Erde gesehen wird, hängt also, wie man fleht, bloß vonder Differenz der Parallaxen oder voü der Große des Bogens na odera'«', und zugleich von der Geschwindigkeit ab, mit welcher die Venusdiesen Bogen zurücklegt. Wird die Parallaxendifferenz großer, so wirdauch diese Zeit l oder 2 1' größer werden, und ist im Gegentheile dieGeschwindigkeit der Venus großer, so wird diese Zeit 1 oder 2 D kleinerwerden. Da nun V eine bloße Wirkung der Parallaxendifferenz ist, sowird man, wenn die Bewegung, mit welcher fleh die Venus der Sonnenähert, bekannt ist und diese ist aus den mittlern Bewegungen derVenus und der Sonne auf das genaueste bekannt so wird man ausdieser Zeit i auch wieder rückwärts auf jene Parallaxendifferenz schließenund zwar mit einer desto größern Genauigkeit schließen können, je größerdieses I selbst ist.

H. 72. fVergleichung der Durchgänge von Merkur und Venus.) Sehenwir also zu, welchen Werth diese Zeit D in dem Falle hat, wo sie amgrößten ist. Für Merkur hat man bei der untern Conjunctiv« diesesPlaneten seine Horizontal-Parallaxe gleich 17" und die der «onne nahe8". Beider Differenz ist also nur 0 Secunden, und dieß ist die Großedes Bogens u« für Merkur. Nun beträgt aber die Bewegung Mer-kurs, mit welcher er sicff, von der Erde gesehen, der Sonne nähert, zurZeit der Durchgänge während jeder Stunde nahe 5.70". Wann wird eralso in dieser Bewegung den Bogen von 18", oder die doppelte Pa-rallaxendifferenz zurücklegen? Die folgende Proportion beantwortetdiese Frage: ,

550" : 60' 18": 2 PEs ist also 2 D nahe gleich 2 Zeitminuten, oder die Differenz der Dauerder Merkursdurchgänge, von dem Mittelpunkte und von der Oberflächeder Erde gesehen, beträgt höchstens 2 Zeitminuten. Gesetzt also, manhätte bei der Beobachtung eines solchen Durchganges die volle Dauerdesselben um volle 10 Zeitsecunden fehlerhaft erhalten, was allerdingseine sehr unwahrscheinliche Voraussetzung ist, so würde man dadurch dieParallaxendifferenz schon um l '/z Raumsecunden unrichtig erhalten, denn

120 : 18 10: l'/z

So große Fehler, von l'/z Secunden, geben aber nicht einmal dieoben angeführten Beobachtungen des Mars zur Zeit seiner Opposition,daher man also die Durchgänge Merkurs zu diesem Zwecke nicht mit

Bortheil gebrauchen kann.

Sehen wir nun, was wir von den Durchgängen der Venus zu er-war ten haben. Die Horizontalparallaxe dieses Planeten ist 31", und

die der Sonne, wie gesagt, 8". Die Differenz dieser Parallaxen beträgi.also 23", oder sie ist nahe dreimal größer, als bei Merkur, was, nach