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Venus.
5. 71.
von V nach bewegen, während der der Venus zugekehrte Punkt derErde in seiner täglichen Rotation von West nach Oft geht, wie die derFigur beigesetzten Pfeile anzeigen. Die beiden geraden Linien durch Vund V" berühren den Rand der Venus, so wie die beiden Linien bei8 und 8^ den Rand der Sonne berühren.
Dieß vorausgesetzt, ift (I. H. 6l) der Winkel I.VE oder die
Horizontal-Parallaxe der Venus. Eigentlich sollte zwar der Punkt Vin dem Mittelpunkte der Venus liegen, aber man sieht von selbst, daßdieser Winkel nur ganz unmerklich geändert werden wird, wenn manauch den Punkt V in irgend einem Punkte der Peripherie der Venusannimmt. Diesem Winkel ift aber auch der Winkel «Vo odergleich, und da der letzte Winkel von dem Bogen «o am Himmel ge-messen wird, so kann man sagen, dieser Bogen stelle die Parallaxeder Venus vor. Ganz eben so wird also auch die Parallaxe der Sonnedurch den Winkel I.8E oder u8o, das heißt, durch den Bogen u<- odervorgestellt werden. Es ist demnach ao die Parallaxe der Venus,und »l! die der Sonne, und daher n« die Differenz dieser beiden Pa-rallaxen, und zwar für den Augenblick, wo ein Beobachter in dem Mit-telpunkte 0 der Erde eben die Venus ganz in dem östlichen Rande, undzwar in dem Punkte 8 der Sonne eingetreten sieht. Ganz eben so istauch die Parallaxe der Sonne, und die der Venus, also auchn'a' die Parallaxendifferenz für den Augenblick, wo für den Beobachter(L im Mittelpunkte der Erde die Venus so eben ganz aus dem west-lichen Rande der Sonne, und zwar in dem Punkte 8', ausgetreten ift.
Bei jenem Eintritts sieht also der Beobachter im Mittelpunkte Eder Erde den Punkt V des Benusrandes an dem Himmel in e. Alleinein anderer Beobachter auf der Oberfläche der Erde in wird denselbenPunkt V am Himmel in « sehen, während er den Punkt 8 des östlichenSonnenrandes, wo der erwähnte Eintritt der Venus für den Mittel-punkt der Erde geschieht, in dem Punkte u des Himmels sieht, d. h. also,der Beobachter in X wird die beiden Berührungspunkte V und 8 nochum den Bogen na oder um die Parallaxendifferenz von einander ent-fernt sehen, während der Beobachter in E diese beiden Punkte V und 8in dem gemeinschaftlichen Punkte o zusammenfallen sieht. In demselbenAugenblicke also, wo der Beobachter in O den letzten Punkt V der Venuseben in den östlichen Sonnenrand eintreten sieht, steht dieser Punkt Vfür den Beobachter in I., noch um die ganze Parallaxenditzerenz n«östlich von dem Sonnenrande 8 entfernt; für E hat der innere Ein-tritt so eben statt, für aber wird er erst später erfolgen, und zwarerst in der Zeit, in welcher Venus den Bogen u« am Himmel zurück-gelegt haben wird.
Während des nun folgenden Durchgangs der Venus vor der Son-nenscheibe geht dieser Planet in seiner Bahn von V nach V, und dieErde von O nach 1L, oder beide gehen von Ost nach West. Der Be-obachter aber, auf der Oberfläche der Erde, der früher den westlichstenPunkt einnahm, wird durch die tägliche Rotation auf die östlicheSeite, gegen hin, gebracht. In dem Augenblicke, wo der letztePunkt V' des Venusrandes, von dem Mittelpunkte (L der Effde ge-sehen, den westlichen Rand 8' der Sonne verläßt, und wo also, für die-sen Beobachter (!', der Durchgang endet, weil er diese beiden Punkte V'und 8' in einem und demselben gemeinschaftlichen Punkte <L dA Him-mels sieht, in demselben Augenblicke wird ein Beobachter in dem Punkteauf der Oberfläche der Erde den Punkt 8' der Sonne in denPunkt V der Venus aber in a', d. h. er wird den Punkt V um den
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