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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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293
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Merkur.

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offenbar in den Erscheinungen nichts geändert werden kann. Darausfolgt sofort, das; der Weg des Mondschattens über die Erde von Westgen Ost hinzieht, und daß für die beiden Orte der Erde, welche unterallen die Finsterniß zuerst und zuletzt sehen, der erste, westliche die Sonneeben aufgehen, und der zweite östliche eben untergehen sieht.

So geht denn auch bei unserer Finsterniß Fig. 44 der Weg L81)des vollen Schattens oder der totalen Verfinsterung von Westen amgrünen Vorgebirg L bis nach dem östlichen Punkt i) bei den Philippi-nischen Inseln. Nördlich von diesem dunklen Streifen sieht man dreiandere krumme Linien, welche durch diejenigen Orte der Erde gehen, diedie (^onne an ihrem südlichen Rand um 9, 6, 3 Zolle verfinstert sehen,so wie die drei ähnlichen krummen Linien südlich von U8S) die Sonnean ihrer Nordseite um 9, 6, 3 Zolle verfinstert sehen. Die beiden äußer-sten dieser krummen Linien, (>1l und Uv sehen eben nur eine Berührungder beiden Ränder der Sonne und des Monds. Zu den beiden Endpunktenaller dieser Linien sieht man zwei Ovalen und , welche

durch die Orte gehen, die den Ansang und das Ende der Finsterniß beiihrem Sonnenauf- oder Untergang sehen. Noch sind die drei Bogen U8,1kl und VäV verzeichnet worden, wodurch diejenigen Orte gehen, welcheum 6 Uhr Morgens, um 12 Uhr und um 6 Uhr Abends die Sonneund den Mond in einer und derselben Länge sehen. Der Ort der Erdeaber, der unter allen auf der Erde die Finsterniß zuerst sieht, ist in Lt.auf der Südwestküfte von Guinea, so wie ^ auf der Halbinsel Malaccadie Finsterniß unter allen zuletzt sieht. Bemerken wir noch folgendeHauptmvmente dieser Erscheinung. Zu einer vollständigen Kenntnißderselben ist es nicht genug, alle die Orte der Erde zu kennen, welcheeine totale oder auch eine partielle Finsterniß von gegebener Größe, z. B.von 3, 6, 9 Zollen, sehen, sondern man muß auch noch die Zeiten ken-nen, wann dieß für jeden einzelnen Ort statt hat. Durch eine sehr ein-fache Rechnung findet man für unsere hier als Beispiel gewählte Finster-niß, daß der Anfang derselben statt hat, wenn es am 4ten Junius inWien 7 Uhr 28 Min. Morgens ist. In diesem Augenblicke sieht alsoder oben angeführte Ort X die Finsterniß überhaupt anfangen. Dietotale Finsterniß aber sieht der Ort L von allen zuerst anfangen, wennes in Wien 8 U. 25 M. wahre Zeit ist. Eben so sieht der Ort I) dasEnde der totalen Finsterniß um 11 U. 48 M. und der Ort L das Endeder allgemeinen Finsterniß um 12 U. 46 M., so daß also die Dauerder totalen Finsterniß 3 St. 23 M. und das der allgemeinen 5 St.18 M. ist. Ganz auf ähnliche Weise kann man nun auch für allePunkte der oben erwähnten krummen Linien UI), (^tl, Il( u. s. w. dieZeiten bestimmen, wann für sie die ihnen zukommende größte Verfinste-rung von 3, 6, 9.. Zollen eintritt, und dieß ist es auch, was gewöhnlichin unseren Kalendern und astronomischen Ephemeriden für diejenigengrößeren Städte der Erde angegeben wird, wo man Beobachter der Fin-sterniß voraussetzen kann, die also auch den Anfang derjelben wenigstensbeinahe kennen müssen, damit sie zur rechten Zeit an ihre Fernröhretreten können. So hat man für unsere Finsterniß folgende Orte be-stimmt, wo die ihnen beigesetzten Zeiten schon nach dem Meridian dieserOrte genommen, also sogenannte Ortszeiten sind.

Anfang Ende Größe der Finsterniß.

Amsterdam 7 U. 41 M. . . i) U. 39 M. . . 4^/,

Berlin 8 19 . > - 19 16 . . .

Constantinopel 9 7 . . . 11 48 . . . 9"/,

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