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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
Seite
282
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«,^2 Die Sonne. §. 39.

Aeqnators am schnellsten ist, in irgend einer nnö noch nnbekannten Ver-bindung zu stehen scheint. . ^ ^ ^ ^

H. 3it. (Dreifache Bewegung der Sonne.) Da die Sonne durch dieAnziehung, welche ihre Masse auf die Planeten äußert, die Ursache derBewegung dieser Planeten ist, wie wir später umständlicher sehen wer-den, so wird auch jeder dieser Planeten, dessen Masse ebenfalls eine an-ziehende Kraft auf alte übrigen Körper äußert, wieder auf die Sonnezurückwirken und derselben eine Bewegung im Raume ertheilen müssen.Wie nämlich der Planet, durch die Attraction der Sonne, eine Ellipseum dieselbe beschreibt (I. H. 137), so wird auch der Mittelpunkt derSonne, durch die Attraction des Planeten in Bewegung gesetzt, in einerEllipse einhergehen. Allein der Umfang dieser Svnnenellipse wird sichzu jener des Planeten nahe verkehrt wie die Massen dieser beiden Ge-stirne verhalten, oder diese Sonnenellipse wird , wegen der unvergleich-bar größeren Masse der Sonne, gegen die Ellipse des Planeten un ge-mein klein seyn. Da das, was hier von einem Planeten gesagt wird,von allen übrigen ebenfalls gilt, so wird die Bahn, welche den Mittel-punkt der Sonne beschreibt, eine sehr verwickelte krumme Linie seyn.Glücklicher Weise können wir die nähere Kenntniß dieser krummen Linieentbehren, da die Astronomen noch nicht dahin gekommen sind, die ab-soluten Bewegungen der Planeten und Kometen in dem Himmelsraume,sondern nur ihre relativen, nämlich ihre Bewegungen in Beziehungauf die Sonne, zu beobachten.

Demnngeachtet ist die Existenz dieser Bewegung der Sonne nichtweiter zu bezweifeln, nicht nur aus dem angeführten, und hoffentlichguten und Jedermann einleuchtenden Grunde, sondern auch noch wegender Rotation der Sonne selbst, deren Daseyn, wie wir so eben gese-hen haben, unmittelbar aus der beobachteten Bewegung der Sonnen-flecken folgt. Allein diese Rotation der Sonne um ihre Axe, die wirnicht nur bei diesen, sondern auch noch bei so vielen andern Körpernunseres Planetensystems bemerken woher soll diese kommen? Wirkönnen uns die Ursache derselben nicht gut anders, als in einem primi-tiven Stoß, in einer ersten Anziehung denken, welchem diese Körper, zuder Zeit ihrer Entstehung, entweder unmittelbar von der Hand der All-macht, oder von der Einwirkung irgend eines äußern Körpers erhaltenhaben. In absoluter Ruhe können die Planeten, im ersten Augenblickeihrer Entstehung, nicht gewesen seyn, denn sonst würden sie, der Anzie-hung der Sonne folgend, in gerader Linie auf sie zugegangen seyn undsich daher alle schon längst mit ihr vereiniget haben. Jene Bewegungher Planeten in einer Ellipse um die Sonne läßt sich daher nur danndurch diese Anziehung der Sonne erklären, wenn sie mit einem solchenprimitiven Stoß in Verbindung gesetzt wird. Die Richtung diesesStoßes konnte im Allgemeinen willkührlich seyn, wenn sie nur nicht ge-rade zur Sonne hin oder von ihr weg ging, denn dann würden diesePlaneten offenbar wieder, wie zuvor, in einer geraden Linie zur Sonnehin oder von ihr weggegangen seyn. Diese Richtung mußte also gegendie Linie, welche die Sonne und den Planeten im Anfange verband, ir-gend eine schiefe Lage haben. Sie müßte auch überdies; noch einesolche Lage haben, daß sie nicht durch den Mittelpunkt des Planetenselbst ging, weil sonst der Planet offenbar nur eine progressirte Bewe-gung um die Sonne, aber keineswegs auch eine rotirende um seine eigeneAxe hätte erhalten können, die er doch, den Beobachtungen zu Folge,in der That erhalten hat. Wir werden erst weiter unten (III. H. 63)Gelegenheit finden, diesen interessanten Gegenstand näher zu betrachten.