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Die Sonne.
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beschattet wird, wodurch also die eigentliche schwarze Stelle desFleckens erzeugt wird. — Diese Erklärung thut den Erscheinungen, soweit wir sie kennen, allerdings genug, und sie wird daher auch als diebeste und sinnreichste von allen, die man bisher aufgestellt hat, ange-sehen.
H. 34. (Entdeckung der Sonnenflccken.) Die Ehre der ersten Ent-deckung der Sonnenflecken, die bald nach der Erfindung der FernröhreStatt hatte, scheint dem Engländer Harri ot zu gehören. Baron Zachsah in den hinterlassenen Papieren dieses Astronomen Beobachtungenvon Sonnenflecken, die mit dem 8ten December 1610 anfingen (Berl.Ephem. 1788 pag. 154). Allein diese Beobachtungen blieben, wenigstensauf dem Festlande Europa's, sehr lange unbekannt. Der berühmte ArztAverrves von Cordvva, der im zwölften Jahrhunderte lebte, hat wohlder erste einen großen Sonnenflecken mit freien Augen gesehen, aber dieSache erregte keine Aufmerksamkeit und hatte um so weniger Folge, alser, obschon mit Unrecht, diesen Flecken für den Planeten Merkur hielt.
DaS erste Werk, welches über diesen Gegenstand erschien, ist dasdeö Jvh. Fabricius Phrysius (eines FrieSländerS) unter dem Titel: I)einnvul!5 iu sole oli«ervuti«. ^ itteiudeiA 1611. Er erzählt, daß ereines Morgens einen schwarzen, auf der einen Seite grauen Flecken inder Sonne bemerkt, und denselben anfangs für eine Wolke gehaltenhabe. Nachdem er ihn aber wiederholt an demselben Tage, und mitverschiedenen Fernröhren, immer an derselben Stelle gefunden hatte, finger an, an der wolkenartigen Natur dieser Erscheinung zu zweifeln. Balddarauf erhob sich die Sonne schon zu sehr über dem Horizont, und mankonnte sie, ohne Besorgnis; für seine Augen, nicht mehr ansehen 'I.Nicht ohne Furcht brachte er die folgende Nacht zu, da ihn der Arg-wohn, daß es nur eine vorübergehende Wolke seyn könnte, noch immernicht ganz verlassen hatte. Desto großer war seine Freude, als er amfolgenden Morgen seinen Gast wieder, und beinahe an derselben Stelleder Svnneuscheibe erblickte. Jetzt ließ er die Sonnenstrahlen durch einekleine Oeffnung seines Fensterladens, in einem verfinsterten Zimmer,auf eine weiße Tafel fallen, und konnte auf diese Weise das Bild derSonne und des Fleckens auf dieser Tafel den ganzen Tag durch beobach-ten. Er bemerkte bald, daß der Flecken sich von Ost gen West langsamfortbewege. Auch kamen in den nächsten Tagen noch mehrere andereFlecken zu dem ersten, die alle dieselben Erscheinungen zeigten. Etwas
"') Man kannte damals noch nicht die gefärbten Plangläser, die man jetztvor die Oculare der Fernröhre stellt, um das Licht der Sonne zu däm-pfen. Scheiner bediente sich um dieselbe Zeit zu seinen Sonnenbeobach-tungen eines eigenen Fernrohrs, dessen Objectiv und Ocular aus gefärb-tem Glase gemacht war. Andere schlugen mehrfach über einander gelegteSpinnengewebe vor, die man nach Art eines Schleiers.über das Ob-jectiv breitete. Alis jene gefärbten Plangläser scheint man erst spät ge-kommen zu seyn, da man sie nicht satt genug zu färben verstand, daman nicht darauf dachte, mehrere derselben über einander zu legen, undda man auch fürchtete, daß dadurch die Bilder der Gegenstände verzogenwerden. Huyghens schlug einsacke Spiegelgläser dazu vor, die man aufder einen Seite mit Lampenruß ungleich beräucherte, und dann miteinem zweiten ähnlichen Glase bedeckte, um die berußte Seite des andernungestört zu erhalten.
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