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§. ZI - 32.
Die Sonne.
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änderungeu ihrer Form dauern,
man sieht zuweilen solche, die mau
erkennen kann —sieht die eigent-
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ken oder östlichen mand der Sonne eintreten und sich von da langsam
Hern Stelle deö östlichen Randes hervortreten. Je näher sie dem Mit-telpunkte der Sonne kommen, desto breiter scheinen sie zu werden, wäh-rend sie an den beiden Rändern der Sonne sehr schmal sind.
H. 31. (Was diese Soimenflecken seyn mögen?) Da sie sich alle mitnahe derselben Geschwindigkeit von Ost gen West auf der Sonnenscheibebewegen, so können sie nicht solche Körper seyn, wie unsere Wolken, dievon den Winden nach allen Seiten und mit verschiedener Geschwindig-keit bewegt werden. Sie können auch keine eigenen Himmelskörper seyn,die die Sonne umkl eisen, wie etwa der Mond die Erde, weil sie amRande der Sonne immer schmäler, als in dem Mittelpunkte derselbenerscheinen. Sie mögen also der Oberfläche der Sonne selbst angehörenund in derselben sich aufhalten, und die bemerkte Bewegung derselbenvon Ost gen West kann nur vou einer Bewegung der Sonne selbst kom-men, die auf der uns abgewendeten Seite von West gen Ost vor sichgeht und die daher diese Körper auf ihrem Wege um den Mittelpunktder Sonne mit sich führt.
H. 32. (Größe der Soimenflecken.) Diese Flecken sind zuweilen un-gemein groß. Es ist schon oben gesagt worden, daß auf der Oberflächeder Sonne eine gerade auf unsern Gesichtsstraht senkrechte Linie vonhundert deutschen Meilen in der Länge, uns unter dem Winkel voneiner Secunde erscheint. Ein Kreis von diesem Durchmesser auf derOberfläche der Sonne würde also 31410 deutsche Quadratmeilen enthal-ten. Tobias Mayer sah am iSten März 1758 einen solchen Flecken,der nach seinen Beobachtungen den zwanzigsten Theil des Sonnendurch-meßers, also 90 Secunden betrug. Der wahre Durchmesser desselbenhatte also 9900 deutsche Meilen, war demnach fünfmal größer als der Durch-messer unserer Erde. Der ältere Herschel sah im Jahre 1779 einen schonmit bloßen Augen bemerkbaren Flecken, von dem das größere Stück,denn er bestand aus mehreren hart an einander liegenden Theilen, 70Secunden, und das Ganze 270 Secunden im Durchmesser betrug. Derwahre Durchmesser dieses Fleckens hatte also 27000 deutsche Meilen, oderer war 15mal größer, als der Durchmesser der Erde, und seine Ober-fläche betrug über 730 Millioneu Quadratmeilen. Wenn ein solcherFlecken in der Zeit von drei Wochen verschwinden soll, so müßen dwRäuder desselben täglich einen Weg von 1400, und in jeder Stunde einenWeg von 58 Meilen zurücklegen, also die Geschwindigkeit unserer heftig-sten Stürme mehr als sechsmal übertreffen. Man sieht jchou daraus,welche Revolutionen auf der Oberfläche der Sonne vorgehen mögen. Esscheint aber, daß diese Flecken zuweilen noch viel großer sind, als tueerwähnten. So erzählt Albufaradge in seiner lliswim , daß
i. I. 535 das Licht der Sonne durch 14 Tage verdunkelt war und daßi. I. 620 die Hälfte der Sonnenscheibe durch längere Zelt ganz lchwarz
erschien u. dgl/ ... , ^ ^ ^
Bemerken wir noch, daß man die oben ernmhnten Fackeln, oder
die hellstreifigen Stellen der Sonne immer nur m der Rahe der Flecken
sieht, und daß oft mitten aus diesen Fackeln sehr dunkle Decken hervor-
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