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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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242
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Gebrauch des Himmels- und Erd-Globus. §. 205207.

Stern daß er zugleich durch den höchsten Punkt der Kugel (oder durchden Zenith des Beobachters, also senkrecht auf den Horizont) geht. Dannzeigt der Horizont des Globus das Azimut (Einl. tz. 20) und der Strei-fen die Höhe (Einl. tz. 1?») des Sterns.

tz. 205. (Für jede gegebene mittlere Zeit die Sternzeit finden.) Man

vrientirt den Globus, stellt den Index der Rose auf 12 Uhr Mittagsund dreht dann die Kugel, bis die Rose die gegebene mittlere Zeit an-zeigt. Der Punkt des Äequators, der jetzt unter dem Ring (Meridian)ist, gibt die gesuchte Sternzeit. Z. B. am isten Mai um 4 Abendsmittlere Zeit Wien findet man den erwähnten Punkt des Äequatorsgleich 98°'45', und dieß ist die sogenannte Rectascension des Zeniths, die,durch 15 dividirt, 6" 35' für die gesuchte Sternzeit gibt.

H. 206. (Den Tag zu bestimmen, an welchem die Sonne zu einer ge-gebenen Zeit auf- oder untergeht.) Wenn z. B. gefragt wird, an welchemTag die Sonne zu Wien um 5 Uhr untergeht, so stellt man den Globusauf die geographische Breite von Wien und bringt irgend einen Declina-rionskreis (Einl. tz. 13) unter den Ring und den Zeiger auf 12 Uhr.Dann dreht man die Kugel gen West, bis der Zeiger der Rose auf5 Uhr steht, und bemerkt den Punkt jenes Declinativnskreises, der ebenin dem Horizonte liegt. Wenn die Sonne die Declination dieses Punktshat, so wird fie offenbar um 5 Uhr untergehen. Man dreht daher denGlobus wieder zurück nach Ost, bis jener Punkt unter den Ring kömmt,und lese auf dem Ringe die Declination dieses Punkts, die man gleich12° 54' südlich findet. Die Tafel des H. 53 zeigt dann, daß diese De-clination zu dem I4ten Februar und zu dem 27sten Octvber gehört.

Gebrauch des Erdglobus.

H. 207. (Darstellung der Jahreszeiten und ihrer Erscheinungen durchden Erdglobus.) Man stelle in einem verfinsterten Zimmer, in der Mitteeines runden, mäßig großen Tisches ein Licht auf, dessen Höhe über demTische nahe gleich dem Halbmesser des Globus ist. Dann führe manan dem Rande dieses Tisches die Kugel so um das Licht herum, daßerstens der Mittelpunkt der Kugel immer in der Ebene des Tischesbleibt, und daß zweitens die Rotationsare der Kugel immer dieselbeNeigung, von nahe 66° 32', beibehält und stets nach demselben Punktdes Himmels gerichtet oder sich selbst parallel bleibt. Bei dieser Be-wegung der Kugel wird man auf ihrer Oberfläche alle die Erscheinungenund in derselben Ordnung sich entwickeln sehen, welche die Folge derJahreszeiten auf der Oberfläche der Erde begleiten. Es wird eine Stelleder Kugel am Rande des Tisches geben, bei welcher der Nordpol ihrerDrehungsare gerade zur Sonne hingerichtet ist, wie dieß in der Fig. 18bei L dargestellt ist, wo x den Nordpol des Äequators n bezeichnet.Wenn man in dieser Stellung die Kugel um ihre Axe pq dreht, so wirdman sehen, daß der Nordpol p der Erde immer in der lichten, der Sönnezugewendeten Hälfte der Erde bleibt, während der Südpol <> im Gegen-theile die dunkle Nachtseite der Erde nie verläßt. Dieß ist daher dieStellung der Erde zur Zeit unseres Sommers in der Mitte des Junius.Man sieht dann auf dem Globus, während er um seine Axe gedrehtwird, daß den Bewohnern der Umgegend des Nordpols für diese Zeitdie Sonne gar nicht unter- und für die des Südpols nicht aufgeht; baßfür die Bewohner der nördlichen Hemisphäre der Tag desto langer ist,als die Nacht, je weiter sie selbst von dem Aequator entfernt sind, oderje größer ihre geographische Breite ist, und daß in der südlichen He-misphäre das Gegentheil statt hat u. s. f.